So bunt

So bunt

Sie wächst …

die bunte Häkeldecke

Und sie wird immer bunter. Ich häkle mit zwei Fäden Sockenwolle und bemühe mich, immer nur einen zu tauschen, sodaß sich viele neue Kombinationen ergeben. Gelegentlich denke ich mal „ob das zusammenpasst?“, aber irgendwie ergibt es sich immer, und am Ende bleibt eh nur ein bunter Flimmer auf der Netzhaut zurück.

immer noch die bunte Häkeldecke
So bunt

Es stellte sich als erstaunlich schwierig heraus, die verschiedenen Farben festzuhalten, weil ich selber nicht mehr wußte, welche Teile ich nun eigentlich schon fotografiert hatte. Die Decke ist auf jeden Fall genau das richtige Projekt für Fernsehabende. Ich fürchte, meine anderen WIPs werden wohl warten müssen.

Mindlessly Yours

Mindlessly Yours

Der Tag begann mit Kopfweh der Sorte, die für zwei Leute reichen würde. Ein mindless Projekt mußte her. Aber zuerst:

Mohnschnecken zur seelischen Unterstützung

Mohnschnecken, gebacken nach diesem Rezept für Zimtschnecken, nur halt mit Mohn gefüllt statt mit Zimt. Und statt in der Springform als Einzelschnecken.
Bewaffnet mit Gebäck und Kaffee war es dann Zeit für ein neues Projekt. Ja, ich weiß, ich wollte erst WIPs abarbeiten … aber mein Kopf wollte weder verschränkte Maschen noch Lacemuster zählen noch Abnahmen ausrechnen für Ärmel. Mein Kopf wollte bitte was ganz simples, einfach nur Masche nach Masche, ohne Schnörkel und vor allem ohne Mathe. Ergo:

Mindlessly Yours

Irgendwie müssen ja auch die ganzen Sockenwollereste mal weg, in diesem Fall zweifädig mit Häkelnadel 4.5 mm und einfach gestreift in Stäbchen. So einfach, so bunt, so lustig, und ich liebe alles daran. ♥ Jetzt grüble ich nur, was ich dringender brauche – Pulli oder Decke?

Weil es kälter wird

Weil es kälter wird

… deshalb stricke ich jetzt mal an dem einen der beiden Pullis aus der WIP-Sammlung weiter.

Weil es kälter wird

Ich stricke mit Junghans Tropicana, einem Mix aus 77% mercerisierter Baumwolle und 23% Viskose. Ich weiß gar nicht, ob es das Garn noch gibt, es kam in einem Geschenkepaket von meiner Freundin. Das Hellblau passt genau zu den Farben, die ich mir für meine Capsule Wardrobe vorgestellt habe. Es wird wieder mal ein klassischer RVO in glatt rechts, diesmal allerdings mit V-Ausschnitt.

Der Body ist fertig und ich habe den ersten Ärmel angefangen. Zugegeben, es gibt nicht wirklich was spektakuläres zu sehen, aber für Nadelstärke 3.0 ist das schon gigantisch und ich freue mich über den Fortschritt.

Das Bündchen habe ich diesmal einfach nur in k1p1 gestrickt (*hüstel* weil ich falsch gerechnet und zuviele Maschen abgenommen habe *hüstel*), aber in dieser Wolle sieht es eigentlich sehr gut aus.

Die Wolle macht wirklich ein tolles Maschenbild, und leicht ist der Pulli auch noch, das macht ihn zum perfekten Frühlings- und Herbstanfangspulli.

Entschleunigungsstreifen

Entschleunigungsstreifen
Entschleunigungsstreifen

Anleitung gesehen und schockverliebt – das hier wird „To Catch A Mermaid“ von Faye Kennington. Das Muster ist erstaunlich simpel und sehr schnell auswendig zu stricken. Daß sich das ganze trotzdem ziemlich hinzieht, liegt einfach daran, daß jede Masche verschränkt abgestrickt wird. Ja, auch die linken Maschen. Theoretisch könnte man die linken Maschen der Vorderseite auch normal abstricken, die werden später eh fallengelassen, aber auf die paar Maschen kommt es dann auch schon nicht mehr an.

die Meerjungfrau to be

Sorry, ein bißchen unscharf, aber erkennen kann man es trotzdem. Die rechts verschränkten Maschen wirken erhabener als einfache rechte Maschen, was dann später einen schönen Kontrast zu den Fallmaschen ergibt. Fallen gelassen wird aber erst am Schluß – macht ja auch Sinn.

Ich stricke mit BC Alba. Das erste Knäuel ist fast aufgebraucht, und ich habe so das Gefühl, ich werde wohl nochmal nachkaufen müssen. Ist aber auch nicht so tragisch. So oder so wird es noch einige Folgen Downton Abbey brauchen, bis ich Meerjungfrauen fangen gehen kann. Es ist schon ein sehr entschleunigtes Stricken.

Höllentrip

Höllentrip

Was kann man doch für wunderbare Wortspiele mit dem Ortsnamen machen … Ja, man fährt tatsächlich erstmal durch die Hölle, bis man zum Parkplatz am Wanderweg kommt, und der heißt dann auch prompt „Höllentour“. Dabei wollten wir den gar nicht gehen, wir wollten eigentlich nur den kürzeren „Erlebnispfad Wasser“ gehen. Dummerweise hatten wir ihn sozusagen von hinten angefangen und deshalb keine Hinweisschilder gesehen. Also gut, dann eben einfach ab durch die Hölle … äh, Mitte, und drauflosmarschiert. Der Weg ist bequem zu gehen, nicht übermäßig anspruchsvoll, rechts geht es steil hoch und da wachsen ordentlich Felsen aus dem Boden …

Felsen zur rechten

… links geht es ebenso steil runter ins Tal, durch das die Selbitz fließt. Am Anfang der Tour floß sie noch ruhig und gemächlich, nach dem ersten Wehr wurde sie dann ein bißchen wilder. Bis zu unserer Pause am Jungfernsteg, etwa zur Hälfte unserer Tour, haben wir sie mehr gehört als gesehen, danach war sie deutlich präsenter.

die wilde Selbitz am Teufelsteg - Foto © Stefan Stiehl
die wilde Selbitz am Teufelsteg - Foto © Stefan Stiehl

Wir kamen unter dem Selbitz – Viadukt lang, bis 1945 Teil der Bahnstrecke von Triptis nach Marxgrün, danach aus naheliegenden Gründen nicht mehr in Betrieb.

das Selbitz - Viadukt

Der Weg führte dann sehr unromantisch und sehr geschottert einfach weiter geradeaus. Wir kamen bis zum Teufelsteg, da beschlossen wir dann, wir schlagen uns jetzt wieder in die Büsche. Kurze Rast am Wasser:

der Teufelsteg
Höllentrip

Dann ging es über den Steg zurück in den Wald und über zwei kleine Anstiege zurück auf den Weg, auf dem wir gekommen waren, und somit direkt zum Parkplatz. Das ist eine Tour, die wir sicher öfter gehen werden, eine gemütliche Kurzwanderung für einen spontanen Ausflug mit Herrn Wuff.

Herr Wuff mit Anhang - Foto © Stefan Stiehl