Wassermelonenmarmelade

Wassermelonenmarmelade
die Marmelade muß kochen

Ich hänge zwei Wochen hinterher. Die heißeste Woche des Jahres habe ich mit Fieber und einer ordentlichen Erkältung im Bett verbracht, mir war so elend, ich konnte nicht mal stricken. Deshalb habe ich eigentlich so geschätzt eine Million Sachen auf der ToDo-Liste. Trotzdem, needs must, und heute morgen beim Aufstehen dachte ich „ach komm, das läuft doch alles nicht weg, fang den Montag mit was schönem an, mach Marmelade“. Et voilá…

saubere Gläser bereit

Gläser vorbereitet, Zutaten rausgesucht, Netflix angemacht und dann schön genüßlich die Wassermelone geschlachtet. Denn ich habe Wassermelonenmarmelade gemacht. Das Rezept habe ich in der Landidee Juli/August gefunden, vor ein paar Wochen schon mal mit nur vier Gläsern ausprobiert, für gut befunden und entsprechend noch eine große Wassermelone besorgt. Minze habe ich im Garten wachsen, so wurde ich da auch endlich mal ein bißchen was los.

Wassermelonenmarmelade

Marmelade ist ja schnell eingekocht, Zeit brauchen bloß immer die ganzen Vorbereitungen. Wassermelonenmarmelade braucht einige Zeit, bis sie fest wird, deshalb darf meine jetzt erstmal Kopfstand üben, während ich mich auf die diversen anderen Aufgaben werfe. Und im Winter, wenn alles düster und grau und naßkalt ist, machen wir dann schön ein Glas Marmelade auf und genießen den Sommervibe.

Bücher im Juni 2026

Bücher im Juni 2026

Im Juni waren es 15 Bücher, und ich bin selber ganz erstaunt. Eigentlich war der Juni vollgepackt mit Terminen, aber dank Sommergrippe und Asthma mußte ich die meisten absagen und konnte nur im Bett liegen und lesen. Da läppern sich die Seiten dann natürlich schnell. Außerdem habe ich ein kostenloses Probeabo für Kindle Unlimited bekommen, das hat geholfen, ein paar Sachbücher durchzulesen, die ich schon länger auf der Liste hatte.

Gelesen habe ich:

„Doktor Maxwells winterliches Zeitgeschenk“ – Jodi Taylor
Eine der Kurzgeschichten aus der Reihe, die immer zu Weihnachten zwischen zwei „ganzen“ Büchern herauskamen. Ich kenne ziemlich alle Geschichten, weil ich die Bücher als Hörbücher habe und es die Kurzgeschichten dazwischen eine Zeitlang bei Audible kostenlos zu hören gab. Auf Deutsch sind sie leider irgendwie nicht ganz so gut wie auf Englisch, vielleicht weil dieser spezielle Humor doch sehr britsch ist.

„Scared to Death“ – Rachel Amphlett
Buch 1 aus der Kay-Hunter-Reihe, und die anderen Bände gibt es aktuell nicht in meiner Bibliothek. Die Geschichte war hinreichend spannend, aber ein paar Kleinigkeiten haben mich dann doch gestört. Sollte die Bibliothek die anderen Bände noch bekommen, würde ich sie lesen, aber zum Kaufen wäre mir dieser Band dann doch nicht interessant genug.

„The Penford Manor Murders“ – Fiona Veitch Smith
Ein weiterer Krimi aus dem „goldenen Zeitalter“ zwischen den Weltkriegen, Band 4 aus der Clara-Vale-Reihe. Ein bißchen unrealistisch ist die Hauptfigur schon, sie ist total unerschrocken, kann alles, weiß alles … Und ein bißchen viel von der Handlung erinnert mich an die Bücher von Carola Dunn. Aber alles in allem sehr unterhaltsam. Es gibt noch eine weitere Serie derselben Autorin, mit der Journalistin Poppy Denby als Hauptfigur, die in den 1920ern spielt. Alles in allem sind es gut geschriebene und durchdachte Krimis mit interessanten Charakteren.

„Der achte Tag“ – Nicci French
Das letzte Buch der Frieda-Klein-Reihe, und ehrlich gesagt, bin ich enttäuscht. Es gab keinen raffinierten Mordfall mehr, auch keinen aufregenden Showdown (auf den ja eigentlich das letzte Buch so stark hindeutete), stattdessen einmal mehr eine Protagonistin, die offensichtlich unfähig ist, etwas zu empfinden, sich zu ärgern oder sogar wütend zu werden, und die stattdessen übertrieben mitfühlend und verständnisvoll alles verzeiht. Darüber hinaus noch ein paar Beschreibungen der diversen Protagonisten, ein paar viel zuviele Remineszenzen an die vergangenen Bücher, und dann war es auch schon aus. Und letztlich war nichts an dem eigentlichen Ausgang überraschend. Aber immerhin, ich habe die Reihe durch.

„Tod in Biarritz“ – Gillian Linscott
Sagen wir mal so – ich hab’s zuende gelesen, wenn auch überwiegend quer. Die Charaktere sind eigentlich durch die Bank weg nicht übermäßig sympathisch, aber auf einem mittelmäßigen Level. Niemand ist so richtig fies, niemand richtig nett, und die Hauptfigur Nell finde ich sehr selbstzufrieden und von sich überzeugt. Von der Autorin möchte ich dann lieber nichts mehr lesen.

„Das kleine Cottage in Yorkshire“ – Carole Matthews
Dieses Buch ist absoluter Schwachsinn. Es fängt noch interessant an, aber danach häuft sich Dummheit auf Dummheit, keiner der Charaktere handelt auch nur ansatzweise realistisch, und alles – von der Charakter“entwicklung“ (ja, absichtlich in Anführungszeichen) bis zum „Humor“ – wird mit der Brechstange reingewürgt. Und nein, ein Hund, der alles zerstört und / oder frisst und sogar Handys verschluckt, ist nicht lustig. Noch dazu hat der Verlag Dotbooks da einen ziemlichen Bock geschossen, denn das Buch hört mit Kapitel 69 extrem abrupt auf, völlig aus dem Kontext und ohne einen Abschluss der Geschichte. Ich hoffe, es kauft niemand dieses Buch und schmeißt sein Geld zum Fenster raus.

„Death at the Tower of London“ – Emma Goodwyn
Ich kenne diese Serie schon, hatte aber bisher immer die deutschen Übersetzungen gelesen. Von der englischen Ausgabe bin ich tatsächlich etwas enttäuscht – sehr schlecht lektoriert, teilweise fehlen Wörter, Sätze enden im Nirgendwo, gelegentlich scheint die Autokarotte zugeschlagen zu haben (illumination statt illuminated, und ja, ich hatte Fragen). Die Geschichte selber schwankt zwischen Cosy und Drama, zwischen Familiengeschichte und Krimi, aber die Charaktere sind alle liebevoll individuell und teils very british.

„Opferschuld“ – Ann Cleeves
Vielleicht nicht unbedingt der spannendste Vera-Fall, aber einer mit viel Tiefe, mit sehr individuellen Charakteren und viel emotionaler Varietät. Ich kannte das Buch schon, aber schön, es nochmal gelesen zu haben.

„Totenblüte“ – Ann Cleeves
Band 1 der Vera-Stanhope-Reihe, und ein interessanter und nicht so ganz geradliniger Fall. Ich kannte auch dieses Buch schon, aber wenn ich schon die Gelegenheit habe, kann ich ja ruhig die ganze Reihe nochmal durchlesen.

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Gehört habe ich:

„The Undomestic Goddess“ – Sophie Kinsella
Streckenweise habe ich laut gelacht. Aber streckenweise hätte ich der Hauptfigur Samantha auch ganz gerne ordentlich die Leviten gelesen, denn wie kann eine Anwältin so dämlich sein? Und damit meine ich nicht die nicht vorhandenen hausfraulichen Qualitäten. Die Entwicklung und der Ausgang der Geschichte waren – wie erwartet – doch sehr vorhersehbar, aber alles in allem war es gute Unterhaltung beim Putzen.

„Adventures with a Yorkshire Vet – Lambing Time“ – Julian Norton
Es war durchaus unterhaltsam, aber es reicht bei weitem nicht an James Herriots Bücher heran. Norton fehlt diese tiefe Liebe zu den Yorkshire Dales und den Tieren, die bei Herriot in so ziemlich jedem Satz spürbar ist, und ehrlich gesagt klingt bei Norton manches abgeschrieben oder allzu geschäftsmäßig. Natürlich liegen so einige Jahrzehnte zwischen den beiden Tierärzten, das mag auch eine Rolle spielen.

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Sachbücher:

„Die große Häkelschule“ – Heidi Fuchs, Maria Natter
Bisher habe ich fast nur Decken gehäkelt, und das möchte ich gerne ändern. Deshalb habe ich beschlossen, mich doch nochmal gründlich mit dem Thema zu befassen und dazuzulernen. Das Buch ist sehr umfangreich, aber leider sind auch ein paar dicke Fehler drin, die einen Anfänger tatsächlich aus dem Konzept bringen könnten.

„Granny Squares mit Stil“ – Shelley Husband
Häkeln bleibt offensichtlich mein Thema im Juni. Dieses Buch ist nicht schlecht, aber vom Hocker gehauen hat es mich auch nicht gerade. Einige der Squares wirken ein bißchen unfertig und nicht so wirklich professionell ausgeführt, und mindestens zwei haben doch eine verblüffende Ähnlichkeit mit Squares aus Jan Eatons Buch. Für jemand, der den Ehrgeiz hat, sämtliche Granny Squares der Welt zu sammeln, mag es aber eine Alternative sein.

„The Granny Square Book“ – Margaret Hubert
In diesem Buch sind ein paar wirklich hübsche Squares drin, vor allem jede Menge Blümekens (für den, der’s mag). Besonders positiv aufgefallen ist mir der kurze Anleitungsteil gleich am Anfang, mit wirklich klaren Fotos, auf denen gut zu erkennen ist, wie welcher Stitch ausgeführt wird. Gerade bei so Sachen wie Bullion Stitch finde ich das viel besser als Zeichnungen. Jeder Square kommt sowohl mit Chart als auch mit geschriebener Anleitung. Und auch der Projekt-Teil ist interessant, denn es geht nicht nur um Decken und / oder Kissen.

„Wunderschöne Häkeldecken“ – Leonie Morgan
Jo. Das ist genau mein Geschmack. Von Knallbunt bis Pastell ist alles drin, es gibt Granny Square Decken ebenso wie in Reihen gehäkelte, und einige sind schon ein bißchen „außer der Reihe“. Die Namen sind natürlich auch besonders – Blubberblasenblau, anyone? Blümekens gibt es auch, wer’s mag. Spontan hätte ich direkt Lust, mindestens vier dieser Decken anzufangen.

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Im Juli geht es auf jeden Fall weiter mit Vera Stanhope und mit Sachbüchern. Ich habe einen ganzen Stapel Quiltbücher ausgeliehen, auf die ich mich schon sehr freue, und ein paar Bücher zu verschiedenen Techniken, die mich schon länger interessieren.

Ein altes Schätzchen …

Ein altes Schätzchen …
Ein altes Schätzchen …

Angefangen habe ich sie am 22. Dezember 2019, unserem 30. Hochzeitstag. Der Plan waren 360 Squares, einer für jeden Monat unserer Ehe. Allerdings stellte sich schnell heraus, daß die Decke dann einfach nicht groß genug werden würde zum gemeinsamen Drunterkuscheln. Bummer. Und dann noch die gefühlt Millionen Fäden zu vernähen… Jedenfalls lag sie dann erstmal herum, schön warm eingepackt. Jetzt habe ich sie wieder vorgeholt.

viele bunte Granny Squares
viele bunte Granny Squares
viele bunte Granny Squares
viele bunte Granny Squares

Sie gefällt mir einfach so gut, all die vielen bunten Granny Squares. Von den vielen Fäden reden wir jetzt einfach mal nicht und konzentrieren uns lieber auf …

so viele bunte Kreise
so viele bunte Kreise
so viele bunte Kreise

… all die bunten Kreise für die nächsten Squares. Am Ende soll dann eine Tagesdecke fürs Bett daraus werden. In fünf Jahren geht mein Mann in Rente, bis dahin werde ich sie dann doch hoffentlich fertig haben.

Bücher im Mai 2026

Bücher im Juni 2026

In diesem Monat waren es 7 Bücher. Die Frieda-Klein-Reihe habe ich nun fast durch, es fehlt nur noch ein Buch, das ich hoffentlich im Juni lesen kann. Ein bißchen ist mir die Leselust abhanden gekommen, vor lauter sortieren und ausräumen. Immerhin hat es zu ein paar wirklich interessanten Artikeln in Zeitschriften gereicht.

Gelesen habe ich:

„Grabesstille“ – Tess Gerritsen
Ich weiß nicht, ob es daran lag, daß es eine gekürzte Ausgabe (Reader’s Digest) war, aber irgendwie hat mich dieses Buch nicht so gepackt und mitgenommen wie andere ihrer Bücher. Vielleicht hole ich mir irgendwann doch noch die ungekürzte Ausgabe aus der Bücherei.

„Böser Samstag“ – Nicci French
Band 6 der Frieda-Klein-Reihe, in dem Frieda sich für eine psychisch kranke Mörderin engagiert und das tatsächlich gut macht. Allerdings finde ich Frieda immer noch sehr irritierend, bis hin zu der Tatsache, daß sie nichts gegen Verantwortlichen der Klinik unternimmt, um weitere Misshandlungen auszuschließen. Auch einige Nebenstränge wirkten auf mich mehr wie willkürliche Füllung und nicht so wirklich zielführend für die Handlung.

„Blutroter Sonntag“ – Nicci French
Band 7 der Frieda-Klein-Reihe beginnt genau da, wo Band 6 aufhört: mit einer Leiche unter dem Wohnzimmerboden (kein Spoiler, wird auch im Klappentext erwähnt). Und das ist eigentlich auch schon das beste, was man über diesen Band sagen kann. Zwar überschlagen sich die Ereignisse, es werden dauernd Personen, die Frieda nahe stehen, entführt und / oder mißhandelt, aber ich finde, dies ist der am schlechtesten geschriebene Band der Reihe. Die Entlarvung des Mörders erfolgt sehr abrupt – in einem Kapitel finden wir noch kursiv gedruckte Gedanken des Mörders, aber schon im nächsten Kapitel wird er direkt benannt, und zwar nicht, weil Frieda plötzlich dahinter gekommen ist. So wird aus einem Spannungsbogen eine Rutsche. Nur noch ein Buch, dann habe ich die Reihe durch.

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Gehört habe ich:

„None the Wiser“ – Rachel Amphlett
Buch 1 in einer Reihe, und leider gibt es in meiner Bücherei die weiteren Bücher nicht. Schade. Ich hätte gerne noch ein bißchen mehr über dieses Ermittlerduo gelesen. Es ist nicht unbedingt eine besonders raffiniert ausgearbeitete Geschichte, aber unterhaltsam genug.

„The Crow Trap“ – Ann Cleeves
Immer, wenn ich denke, jetzt habe ich aber wirklich alles aus der Vera-Stanhope-Reihe gelesen, läuft mir eins über den Weg, das ich noch nicht kenne. Gut so. Dieses war sehr vielschichtig, schon allein durch die vielen Protagonisten.

„The Forgotten Garden“ – Kate Morton
Kate Mortons Geschichten sind immer gut ausgearbeitet und packen mich jedes Mal wieder, egal wie oft ich sie schon gelesen habe. Eines ihrer Bücher zu hören war allerdings neu für mich, aber ich bin froh, daß ich es mir gekauft habe.

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Sachbücher:

„Do It Yourself im Garten“ – Peter Hagen
Nettes kleines Büchlein, aber nicht so recht das, was ich erwartet hatte. Die Anleitungen in dem Buch sind leider alle von der Sorte „tausendmal gesehen“, wirklich neue oder besonders kreative Ideen waren nicht dabei. Allerdings sind die Illustrationen von Susanne Dinkel wirklich richtig, richtig schön.

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Im Juni ist mein persönlicher Event-Kalender ziemlich voll, mal schauen, wieviel Lesestoff ich drum herum quetschen kann. Immerhin habe ich ein paar sehr schöne Reiseführer auf dem Nachttisch liegen, ein bißchen ein Ersatz für den Urlaub, der dieses Jahr ausfällt.

Socken 4-26

Socken 4-26
Socken 4-26

Socken für den Herrn des Hauses, und weil er es so am liebsten mag, sind es natürlich wieder Mojos geworden. Die Originalanleitung ist mittlerweile kostenpflichtig, aber ich habe mir vor Urzeiten, als es sie noch kostenlos gab, meine persönliche Version ausgerechnet. Ich bin jedes Mal wieder überrascht, wie häßlich diese Socken aussehen, wenn man sie so hängen oder liegen sieht – aber sie passen einfach klasse.

Die Wolle ist ein ganz altes Schätzchen, das ich letztens beim Umräumen wiedergefunden habe. Opal Wasserspiele in Farbe 3040 – wer kennt sie noch? Die Wolle kam im Strang, und laut Banderole „kunstvoll in Handarbeit coloriert“ und „jeder Strang ein Unikat“. Die Farben sind ein bißchen muddy und trüb, aber die Wolle ansich war schön zu verarbeiten und trägt sich auch gut. Und wenn ich mich recht erinnere, war der Strang auch nicht so fürchterlich überteuert wie die heutigen „Unikate“. Dies war definitiv meine älteste Sockenwolle, also haben wir hier ein historisches Sockenpaar. *frotzel*