Höllentrip

Höllentrip

Was kann man doch für wunderbare Wortspiele mit dem Ortsnamen machen … Ja, man fährt tatsächlich erstmal durch die Hölle, bis man zum Parkplatz am Wanderweg kommt, und der heißt dann auch prompt „Höllentour“. Dabei wollten wir den gar nicht gehen, wir wollten eigentlich nur den kürzeren „Erlebnispfad Wasser“ gehen. Dummerweise hatten wir ihn sozusagen von hinten angefangen und deshalb keine Hinweisschilder gesehen. Also gut, dann eben einfach ab durch die Hölle … äh, Mitte, und drauflosmarschiert. Der Weg ist bequem zu gehen, nicht übermäßig anspruchsvoll, rechts geht es steil hoch und da wachsen ordentlich Felsen aus dem Boden …

Felsen zur rechten

… links geht es ebenso steil runter ins Tal, durch das die Selbitz fließt. Am Anfang der Tour floß sie noch ruhig und gemächlich, nach dem ersten Wehr wurde sie dann ein bißchen wilder. Bis zu unserer Pause am Jungfernsteg, etwa zur Hälfte unserer Tour, haben wir sie mehr gehört als gesehen, danach war sie deutlich präsenter.

die wilde Selbitz am Teufelsteg - Foto © Stefan Stiehl
die wilde Selbitz am Teufelsteg - Foto © Stefan Stiehl

Wir kamen unter dem Selbitz – Viadukt lang, bis 1945 Teil der Bahnstrecke von Triptis nach Marxgrün, danach aus naheliegenden Gründen nicht mehr in Betrieb.

das Selbitz - Viadukt

Der Weg führte dann sehr unromantisch und sehr geschottert einfach weiter geradeaus. Wir kamen bis zum Teufelsteg, da beschlossen wir dann, wir schlagen uns jetzt wieder in die Büsche. Kurze Rast am Wasser:

der Teufelsteg
Höllentrip

Dann ging es über den Steg zurück in den Wald und über zwei kleine Anstiege zurück auf den Weg, auf dem wir gekommen waren, und somit direkt zum Parkplatz. Das ist eine Tour, die wir sicher öfter gehen werden, eine gemütliche Kurzwanderung für einen spontanen Ausflug mit Herrn Wuff.

Herr Wuff mit Anhang - Foto © Stefan Stiehl

Bücher im August 2026

Bücher im August 2026

Im August waren es 6 Bücher. Der August war nicht gerade mein bester Lesemonat, ich hatte irgendwie nicht so recht Lust. Und dann habe ich auch mehr Zeitschriften gelesen, das war einfach leichter.

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Gelesen habe ich:

„Das letzte Wort“ – Ann Cleeves
Buch 4 der Vera-Stanhope-Reihe. Ich kannte es schon, und aus irgendeinem Grund zog es sich diesmal für mich wie Kaugummi. Es ist nicht schlecht, aber wohl nicht die stärkste Geschichte aus der Reihe.

„Star Trek Destiny – Götter der Nacht“ – David Mack
Band 1 der Trilogie, die erklärt, wie die Borg ins Dasein kamen und was mit ihnen später geschah. Wahrscheinlich mit die besten Bücher aus dem Star – Trek – Universum, und ich freue mich, daß ich die Trilogie mal wieder lesen kann.

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Gehört habe ich:

„A Second Chance“ – Jodi Taylor
Band 3 der Chronicles of St Mary’s. Ich liebe diese Serie einfach, auch wenn ich mich oft nachdrücklich daran erinnern muß, daß Jodi Taylor nicht wirklich zeitreisen kann und ihre Beschreibungen historischer Ereignisse nicht zwangsläufig akkurat sind.

„A Trail Through Time“ – Jodi Taylor
Band 4 der Chronicles of St Mary’s. Wie erzählt man von den nicht ganz so großen Ereignissen, die mehr so eine Fußnote in der Geschichte darstellen? Ja, genau. Und Jodi Taylor macht das wirklich gut. Und auch höchst dramatisch.

„No Time Like The Past“ – Jodi Taylor
Band 5 der Chronicles of St Mary’s. Von diesem Buch an werden die Charaktere lebendiger und individueller, finde ich. Natürlich steht Max nach wie vor im Mittelpunkt, aber auch alle anderen Protagonisten bekommen mehr Raum, und das macht die Geschichten noch liebenswerter.

„What Could Possibly Go Wrong?“ – Jodi Taylor
Band 6 der Chronicles of St Mary’s. Das ist der Teil mit dem Baby-Mammut, und jedes Mal lache ich wieder Tränen. Und dann ist da noch der letzte Satz. Einfach herrlich.

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Sachbücher:

Leider keine diesen Monat.

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Vielleicht war es das heiße Wetter – da habe ich immer zu nichts Lust, nicht mal zum Lesen. Jetzt kommt der Herbst, die perfekte Zeit, sich mit Decke, Tee und Buch aufs Sofa zu kuscheln. Vielleicht komme ich sogar dazu, mal schauen.

Startitis, WIPs und Frösche

Startitis, WIPs und Frösche

Ich hab YouTube geschaut, ich Trottel. Eine Vloggerin hat sich selber eine WIP-Challenge auferlegt, so für die Ordnung im Strickkorb. Das hat mich auf die Idee gebracht, ich könnte ja auch mal schauen, was bei mir alles so angefangen herumlungert…

Ich habe nicht vor, eine „richtige“ Challenge draus zu machen, denn Stricken ist ein Hobby und kein Wettbewerb. Aber ich habe ein paar Teile gefunden, die realistisch gesehen recht schnell fertigzustellen sind, und mir auch eine Deadline gesetzt. Als da wären:

Zwei paar Socken, die praktisch fertig sind, nur die Fäden müssen noch vernäht werden.

Das wird der Shoulder Shawl in Cherry Leaf Pattern aus Victorian Lace Today, gestrickt mit Drops Fabel.

Mein Streifenpulli aus Drops Alpaca. Ich habe mich beim Ärmel verrechnet, er ist zu weit geworden. Ich müsste eigentlich nur bis zum petrolfarbenen Streifen zurückribbeln und von da an mehr Abnahmen einrechnen.

Noch ein RVO, diesmal einfach glatt rechts aus Junghans Wolle. Den habe ich eigentlich nur zur Seite gelegt, weil ich an den ganz heißen Tagen nicht mit so einem großen Teil hantieren wollte.

Startitis, WIPs und Frösche

Mein Doubleface Schal aus Drops Flora, an dem ich zwischendurch immer mal weitergestrickt habe, der mir aber nie eilig war, weil Schal = Winter.

Das jüngste WIP, nach einer frisch veröffentlichten Anleitung, und gestrickt mit der BC Garn Alba aus dem Wollatelier.

Das sind (leider) nicht alle meine WIPs, aber es sind die, die die größte Chance auf schnelle Fertigstellung haben. Mein Plan ist, sie bis Ende Oktober fertigzubekommen. Im November und Dezember möchte ich dann überwiegend an der Granny-Square-Decke weiterarbeiten. Und vielleicht noch ein weiteres WIP fertigstellen.

Das hier ist ein Fall für die Frösche („frogging“ = ribbeln). Es sollte eine Cardigan werden, und ich habe mir wirklich große Mühe mit einem tiefen runden Halsausschnitt gegeben. Aber ganz ehrlich: gefällt mir nicht. Baumwolle gefällt mir besser als Pulli, und einen solchen werde ich daraus auch machen.

Jeder vernünftige Mensch würde natürlich erstmal die Fäden an den Socken vernähen, das wären gleich zwei WIPs auf einmal abgehakt. Genau deswegen stricke ich natürlich erstmal an dem jüngsten WIP weiter, einfach weil es im Moment am spannendsten ist. Manchmal wäre ich ja echt gerne so eine organisierte, die immer nur ein Projekt am Start hat und es dann in einem vernünftigen Zeitrahmen fertigstellt …

’s FrankenwaldSteigla im Kohlenwald

’s FrankenwaldSteigla im Kohlenwald

Neues Hobby incoming: wir gehen wandern. Schließlich wohnen wir mitten im Frankenwald, in der Qualitätsregion Wanderbares Deutschland. Wer mehr über den Frankenwald und die diversen Ausflugsziele wissen möchte, kann sich gerne auf der Website des Frankenwald Tourismus schlau machen. Genau da haben wir uns auch schlau gemacht, als wir beschlossen, unter die Wanderer zu gehen, und uns unsere erste Tour ausgesucht: das FrankenwaldSteigla im Kohlenwald.

Ich glaube, wir hatten die Anstiege ein bißchen unterschätzt – ein paar waren dabei, die waren schon recht steil. Erfahrene Wanderer lächeln jetzt wahrscheinlich und denken sich ihren Teil, aber für uns – blutige Anfänger, ich mit Asthma, Steve mit Rucksack mit Getränken, Proviant und Kameraausrüstung – war es streckenweise „echt jetzt???“.

’s FrankenwaldSteigla im Kohlenwald
interessanter Baumstumpf
im Hintergrund die Zivilisation
verwurzelt
Hollerbeeren
so still im Wald
Wurzelwerk
so viele Wege

Übrigens kann man sich tatsächlich auch in einem bewirtschafteten Wald mit wirklich sehr gut markierten Wanderwegen verlaufen – wir haben unbeabsichtigt die Tour ein gutes Stück abgekürzt, weil wir einmal geradeaus gelaufen sind statt rechts abzubiegen. Aber egal. Wir hatten Spaß, wir haben die Stille im Wald genossen, wir haben viel gesehen und ein bißchen was geleistet.

für's Familienalbum

Das Wollatelier

Das Wollatelier

Kulmbach hat einen neuen Wolladen, das Wollatelier (Insta-Link, weil es bisher keine Website gibt). Die Beschreibung „hochwertige Wolle“ trifft es total, und ich hatte solchen Spaß beim Stöbern. Okay, Fotos:

Das Wollatelier

Es gibt die schönsten Garne von Lana Grossa, vor allem ein paar richtig tolle mit Cashmere, natürlich die Cool Wool in normal, big, Baby … dazu BC Garn Alba und Loch Lomond und … also ehrlich gesagt, habe ich vor lauter Farbenrausch gar nicht so recht erfassen können, was es noch alles gibt. Natürlich gibt es auch Hefte und Bücher, Zubehör wie Stricknadeln, und eine kleine Sitzecke vorne. Eventuell wird es auch einen Strickkreis geben, und wenn es zeitlich hinkommt, werde ich auch mal hingehen und schauen, was sich da so tut.

Mitgenommen habe ich für den Anfang nur zwei Knäuel BC Alba. Aber bei der Sockenwolle werde ich demnächst bestimmt auch mal schwach werden, und vielleicht stricke ich ja doch noch irgendwann einen kunterbunten Pulli aus Cool Wool. Mal schauen. Im Moment bin ich einfach nur froh, daß es überhaupt wieder ein Wollgeschäft in Kulmbach gibt.

PS: Fotografiert und gepostet mit freundlicher Genehmigung der Inhaberin