Bücher im Januar 2026

Bücher im Januar 2026

Im Januar waren es sechs Bücher. Kein besonders ergiebiger Monat, leider. Ich hatte noch viel mehr Bücher in der Hand bzw auf den Ohren, aber es waren gerade bei den Hörbüchern so einige dabei, die ich nach kurzer Zeit abgebrochen habe.

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Gelesen habe ich:

„Die verstummten Mädchen“ – Roger Stelljes
Band 1 der Reihe um FBI-Agentin Tori Hunter
Gar nicht mal schlecht, wenn auch ein paar Plot Twist eher vorhersehbar waren, aber alles in allem war es solide Unterhaltung und nicht so blutig. Die Charaktere haben mich allerdings nicht so begeistert, und auf die allzu schnell entstehende Romanze zwischen Tori Hunter und einem anderen Protagonisten hätte ich jetzt ehrlich gesagt auch verzichten können. Mehr Bücher aus der Reihe muß ich dann auch nicht unbedingt lesen.

„Murder at the Book Festival“ – Jane Bettany
Band 2 der Violet Brester-Reihe
Das war ein Cosy, der mir sehr gut gefallen hat. Vielleicht nicht übermäßig spannend, aber mit gut durchdachtem Plot und tatsächlich ein paar überraschenden Wendungen, und mit liebenswerten und authentischen Charakteren. Ausgeliehen hatte ich das Buch über Libby, und leider gibt es zumindest für meine Bücherei keine weiteren Bände aus dieser Reihe. Ich überlege noch, ob ich dieses Buch so gut fand, daß ich mir die anderen kaufen möchte …

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Gehört habe ich:

„Cherringham – Murder Most Wild“ – Matthew Costello + Neil Richards
„Cherringham – Ghost of a Chance“ – Matthew Costello + Neil Richards
Eigentlich bin ich kein Fan dieser Reihe oder der Autoren. Eigentlich sind es Groschenheftchen, auf Masse produziert, nach Schema F geschrieben und ohne Tiefe – aber ich saß in der Arbeit und wollte etwas Seichtes zum Nebenbei hören, bei dem es nicht so darauf ankommt, auch wirklich jedes Wort mitzubekommen. „Murder Most Wild“ war nicht mal schlecht, eine halbwegs solide und hinreichend unterhaltsame Geschichte. „Ghost of a Chance“ dagegen fand ich richtig daneben. Ich saß da und dachte nur noch „was für ein Quatsch!“ Immerhin habe ich mich trotzdem durch rund 80% des Buches gequält, deshalb rechne ich es als gehört. Das war dann aber erstmal mein letzter Exkurs in die Welt von Cherringham, und dasselbe gilt für die zweite Reihe der Autoren, Mydworth.

„The Malvern Murders“ – Kerry Tombs
Band 1 der Reihe um Inspektor Ravenscroft
Das Buch hat mir richtig gut gefallen. Es hat etwas gemütlich Viktorianisches an sich, mit einem Inspektor mit Schwächen und Macken, mit unerwarteten Twists (ich hatte den Mörder tatsächlich erst ziemlich spät auf dem Schirm) und einer Anspielung auf eine sehr umstrittene Theorie zu einem sehr bekannten Londoner Mörder sozusagen als Fußnote ganz am Schluß. (1887 – na, wer trieb da sein Unwesen im East End von London?) Das Buch hat sich wirklich gelohnt, mal schauen, ob ich die anderen Bücher auch noch in der Bücherei finde.

„Die ??? – Der Karpartenhund“
Hallo Kindheit, schön daß du mal vorbei schaust. *grins* Dieser Band ist einer der originalen Abenteuer der drei Juniordetektive aus Rocky Beach, gut erzählt, in die Tiefe gehend, mit Rätseln, bei denen man wirklich mitdenken und auf Details achten muß. Da können die neuen, in Deutschland geschriebenen Bände wirklich nicht mehr mithalten. Leider, und das war mir früher nicht so bewußt, sind die Geschichten für die Hörspiele drastisch eingekürzt worden, schließlich gab es früher nur Vinyl und Tapes, und beide boten nicht viel Platz. Dafür läßt sich eine Folge auch bequem während der Arbeit oder beim Hausputz hören.

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Sachbücher

Nix in diesem Monat. Ich habe zwei Fotobücher durchgeblättert, aber bei einem ging es nur um Inspiration, und das andere begann mit der Wahl der richtigen Kamera (das Thema habe ich lange hinter mir gelassen), also habe ich sie beide nicht mehr wirklich gelesen. Ich suche also weiter nach dem „richtigen“ Fotobuch für mich, für ambitionierte Fortgeschrittene, bei dem sich Bildkomposition und Technik die Waage halten.

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Abgebrochen habe ich vier Hörbücher, zwei Ebooks und vier Print. Ein bißchen bitter war bei letzteren, daß es Bücher waren, die ich früher schon mal gerne gelesen hatte und jetzt aber unerträglich langatmig oder langweilig fand. So verändert sich der Geschmack. Größte Enttäuschung des Monats war definit „We Were Liars“ von E. Lockhart, weil

Ernsthaft jetzt, Geister???? Cady hat einen Unfall, erleidet eine schwere Kopfverletzung, kann sich an nichts mehr erinnern, kommt auf die Insel ihres Großvaters zurück, sieht ein neues, supermodernes Haus an der Stelle, an der das alte viktorianische Haus der Großeltern stand, hinterfragt nichts, sieht aber die Geister ihrer Cousins und ihres Freundes, ist die einzige, die mit ihren interagiert, hinterfragt wieder absolut nichts, und erfährt irgendwie (da hatte ich den Schmarrn schon abgebrochen), daß sie selber – wenn auch versehentlich – ihre besten Freunde umgebracht hat – und ABSOLUT KEINER IN IHRER GANZEN FAMILIE erzählt ihr das, zieht sie zur Verantwortung, sie muß nicht wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht, aber dafür gibt es GEISTER????? Absolut hahnebüchen, deshalb habe ich das Buch direkt abgebrochen, als Cady nach zwei Jahren auf der Insel ankommt, weil ich schon so ein Gefühl hatte, und habe den Ausgang der Geschichte lieber gegoogelt.

tl;dr einfach eine hahnebüchene Geschichte.

Für Februar habe ich aktuell sieben Ebooks, zwei Prints und zwei Hörbücher auf der Liste und bin gespannt, wieviele davon ich tatsächlich schaffe.