Statistisch gesehen … 2025

Statistisch gesehen … 2025

Eine kurze Übersicht über 2025 … was war los, was habe ich geschafft, was kam zu kurz?

Bücher

Dieses Jahr habe ich tatsächlich bessere Notizen gemacht. Dafür habe ich weniger gelesen – nur 72 Bücher. Immerhin nähern sich die Zahlen für eBooks, Print und Audio gut aneinander an. Es wären wohl noch vier bis fünf Bücher mehr gewesen, aber ich habe mir angewöhnt, Bücher, die mich nicht fesseln oder die ich downright dämlich finde, direkt abzubrechen, denn wozu gute Lesezeit vergeuden? Aufgefallen ist mir, daß ich auch dieses Jahr Lieblingsbücher wiedergelesen habe. Einige, wie z. B. die Krimis von Charlotte MacLeod und Elizabeth Peters, werden ja aktuell als eBooks neu aufgelegt.

2026 möchte ich verstärkt meine eigenen Bücher durchlesen. Ich habe sicher so um die 100 eBooks, die ich noch nicht gelesen habe (BookBub, ihr Lieben! Wer’s kennt, versteht, wer’s nicht kennt … fragt nicht!), dazu kommen die Schätze aus Bücherhäuschen, die geschenkten Ausgaben von Reader’s Digest, und meine eigenen über die Jahre gesammelten Schätze, die ich gerne mal wieder lesen möchte. Endziel ist natürlich auch, ein bißchen auszudünnen.

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Genähtes

Au weia … das waren genau zwei Sachen: die Hose „Frau Miko“ und das Traveler’s Notebook. Ist ja gut, ich geh ja schon in die Ecke schämen … Nähen kam tatsächlich viel zu kurz dieses Jahr, und die beiden Stücke, die letztlich fertig wurden, haben sich langfristig nicht bewährt. Das Traveler’s Notebook erwies sich als zu flabberig und unhandlich für den täglichen Gebrauch, und die Hose hatte ich genau viermal an, bevor sie ausleierte und zu rutschen begann – und mit rutschen meine ich „Handy in die Hosentasche gesteckt und plötzlich im Freien gestanden“. Immerhin war ich an dem Tag unnachahmlich cool, wie ich dastand mit einer Hand lässig in der Hosentasche, und keiner hat gemerkt, daß ich mit der Hand die Hose oben hielt.

2026 wird aber wirklich genäht! Ich habe meine diversen Schnittmuster sortiert, die meisten bereits ausgedruckt, und passende Stoffe gesammelt. Jetzt muß ich nur noch ran an die Maschine.

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Gestricktes

Hach ja, 2025 war eindeutig ein Strickjahr. Ich habe zwar fast nichts fertig bekommen, aber ich hab so viel gestrickt und ausprobiert, das war einfach toll. ♥ Fertig geworden sind drei Paar Socken (plain vanilla, aber immerhin), zwei Paar japanische Handschuhe, der rote Baumwollpulli braucht nur noch 1.5 Ärmel, ich habe einen weiteren Pulli angefangen und noch einen geplant – also WIP kann ich. Außerdem habe ich in meinen Strickbüchern geblättert und alte Lieben wiederentdeckt, insbesondere das „Schulzen“ (also modulares Stricken nach dem Buch von Horst Schulz), Twigg Stitch und Double Knitting. Letzteres führte zum tollsten Strickstück, das ich je gestrickt habe: der Zugluft-Schal für meinen Schatz. Das ist tatsächlich ein Projekt, auf das ich stolz bin, und die Freude, die mein Modellbahner daran hatte und hat, ist die größte Belohnung. Für mich habe ich auch einen Doubleface-Schal angefangen, mit etwas weniger aufwändigem Muster, aber er wächst doch deutlich langsamer.

2026 werde ich stricken. Was? Keine Ahnung. Vielleicht endlich mal die UFOs fertig, vielleicht fange ich noch was Neues an, vielleicht probiere ich was aus, vielleicht verarbeite ich meine diversen Vorräte, vielleicht kaufe ich tolle Wolle dazu … ich lasse das mal offen. Wenn ich an den kommenden Projekten so viel Spaß habe wie an denen in 2025, paßt die Bilanz.

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Gehäkeltes

Nöö. Nix. Sorry. Okay, zwei Squares an der Decke aus den Sockenwolleresten, und ein paar vernähte Fäden an der 30Blanket. Nicht wirklich was zum Angeben. Mich hat es nicht wirklich an die Häkelnadel gezogen dieses Jahr. Vielleicht wird das 2026 besser.

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Fotografie
Statistisch gesehen … 2025

Fototagebuch hat nicht geklappt, nach zwei Wochen war die Luft raus, und ich habe wieder einmal gemerkt, ich mag es nicht, wenn ich das Gefühl habe, ich „muß“. Ich möchte machen, weil ich mag, nicht weil ich eine Pflicht zu erfühllen habe. Fotografiert habe ich trotzdem eine Menge, vor allem im Urlaub. All die schönen alten Fachwerkhäuschen, die meisten davon so liebenswert schief … ♥ Im Alltag fotografiere ich aber eigentlich viel zu wenig. Und mit dem Projekte fotografieren hapert es immer noch.

Für 2026 habe ich mir gleich zweierlei vorgenommen: meine Kamera wieder öfter dabei haben, und unbedingt dazulernen, und zwar sowohl was meine DSLR als auch mein Handy angeht. Gerade für schnelle Projektfotos ist das Handy nicht mal schlecht und deutlich schneller zur Hand als meine große, klobige DSLR. Fotoausflüge mit der „Großen“ möchte ich natürlich auch machen, und auch da noch einiges dazulernen.

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Und sonst so …

Wir hatten einen schönen Urlaub in meiner alten Heimat, in einem wirklich süßen kleinen Ferienhaus. Es war interessant zu sehen, wie die Stadt sich verändert hat, aber ganz ehrlich, leben würde ich dort nicht mehr wollen. Der nächste Urlaub wird uns dann wohl doch eher wieder an eine Küste führen.

Eine sehr gute Entscheidung war der Umbau der Heizung, von einem Holz-Kohle-Ofen auf einen Pellet-Ofen. Das gute Stück hält unser Haus deutlich besser und gleichmäßiger warm, produziert weniger Asche und ist nebenbei auch noch schicker anzuschauen, was zwar nicht der ausschlaggebende Punkt war, aber da baulich bedingt der Ofen bei uns nur in der Wohnküche Platz findet, schadet es auch nix.

2025 habe ich es erstmals durchgehend geschafft, projektbezogen einzukaufen, sowohl Wolle als auch Stoff. Das möchte ich 2026 beibehalten. Schön wäre natürlich, wenn ich meine Beute dann auch zeitnah verarbeite.

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The best laid plans …

… sind dieses Jahr eher wenige. Mit Vorsätzen habe ich es eh nicht so, und alles, was ich hier in diesem Jahresrückblick als „für 2026 vorgenommen“ aufzähle, sind Prozesse und Projekte, die schon längst in Gang gekommen sind und die ich einfach weiterführe. Natürlich nehme ich mir (wie eigentlich jeden Tag) vor, endlich mal die diversen WIPs fertigzustellen, endlich mal meine Bücher zu sortieren, endlich mal den Kleiderschrank auszumisten, endlich mal dies und endlich mal das und endlich mal jenes zu erledigen. Und wie immer wird auch in 2026 das eine gut und das andere überhaupt nicht funktionieren und jenes komplett auf der Strecke bleiben und dies was werden und das mir nicht gefallen … Eine Idee, mit der ich spiele, ist, mir eine Capsule Wardrobe zu nähen. Bisher bin ich davor immer zurückgeschreckt, weil die Beispiele so langweilig waren (neutrales Dunkelblau mit weißen Shirts dazu und vielleicht, VIELLEICHT mal einem puderrosa Schal). Aber man kann sowas ja auch bunt machen, oder zumindest weniger langweilig. Mal schauen, wie weit ich damit komme.

Mein Blog werde ich auf jeden Fall nach und nach einmal auf links und wieder zurück krempeln. Im Backend von WordPress gibt es immer mal wieder die eine oder andere Herausforderung, mit der ich erstmal umzugehen lernen muß. Für die meisten Sachen finde ich ein Workaround, aber gelegentlich habe ich auch mal so dumme Momente. Alles zusammen sorgt dann für „ach Mist!“. Wenn ihr also hier blättert und Fotos nicht angezeigt werden: ja, genau. Mist. Kurzfristig hatte ich tatsächlich überlegt, einfach mal alles stillzulegen, aber stattdessen werde ich nach und nach die verkniesknaddelten Links und die vertüddelten Fotos wieder enttüddeln. Bei der Gelegenheit will ich dann gleich mal alles etwas durchschütteln. Alles getreu dem neuen Titel: „ich mach das dann mal“.

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Zu guter Letzt …

… noch mein Lieblingsspruch nicht nur dieses Jahres:

„The business of life is the acquisition of memories.“

– Mr. Carson, Downton Abbey

verlinkt zu Augensterns Welt

Tentakel – Tier

Tentakel – Tier

„Schatz, kannst du mir vielleicht einen Tablethalter bauen? Irgendwas, wo ich mein Tablet hochkant und auch quer reinstellen kann zum Lesen?“ Und Schatz hat geliefert …

das Tentakel-Tier

Voilà, mein 3D-gedrucktes und farblich geairbrushtes Tentakel-Tier ♥

nochmal das Tentakel-Tier

Das Tentakel-Tier ist überaus standfest und trotzdem leicht dabei, und ich bin begeistert, was für nützliche Sachen man doch mit so einem 3D-Drucker machen kann. (Übrigens paßt auch mein Handy drauf, sehr nützlich für Zoom-Meetings.)

das Tentakel-Tier bei der Arbeit

Nachdem wir Anfang der Woche 26 Stunden lang ohne Verbindung zur Außenwelt dasaßen, weil sowohl Festnetz / DSL als auch Mobilfunk gestört waren, habe ich jetzt endlich mal meine umfangreiche Kindle-Bibliothek aufs Tablet geladen. Cloudlesen funktioniert nämlich ohne Internet nicht, wer hätte das gedacht (Sarkasmus aus). Gerade rechtzeitig, denn heute ist das Wetter so richtig herbstgruselig, mit Regen und Wind und viel grau. Tsundoku sei dank habe ich jedenfalls genug Lesestoff für den ganzen Winter.

September

September

Mein Lieblingsmonat. Nicht mehr so richtig Sommer und mit ein bißchen Abschiedswehmut, aber auch noch nicht Herbst, also noch voller Vorfreude auf bunte Zeiten. Und dieses Jahr arbeitsreich.

frische Pfirsiche
eingekochte Pfirsiche

Pfirsiche geschenkt bekommen. Eine ganze große Tüte voll. Und ich esse so ungern Pfirsiche wegen der Haut. Aber man kann die ja auch einkochen. Dann hat man im Winter. Also habe ich sie blanchiert, ihnen das Fell über die Ohren gezogen, sie kleingeschnibbelt, in Gläser gepresst und mit heißem Zuckerwasser übergossen, sie noch eine halbe Stunde lang im Backofen vor sich hin schmoren lassen, und nun bin ich mal gespannt, wie sie im Winter schmecken werden.

... und das war nur der Anfang ...

Zwei Pflaumenbäume. Einer stand hier schon, als wir vor über 30 Jahren eingezogen sind, der zweite hat sich vor ein paar Jahren selbst angesät. Und dieses Jahr haben sie es uns aber mal so richtig gezeigt! Beide hingen so voll, die Pflaumen hingen dicht an dicht wie Weintrauben. Einen Ast am jungen Baum mußten wir mit Spanngurten hochbinden, er hing bis auf den Boden und wir hatten Angst, er bricht einfach ab. Bisher war ich ja nicht so der Einkochtyp, aber dieses Jahr … es hätte mir einfach in der Seele leid getan, diese ganze Pracht vergammeln zu lassen, also habe ich

Pflaumenmus. Selbstgemacht. Lecker.

Pflaumenmus gekocht (14 Gläser zu je 230 ml), Pflaumen eingekocht (15 Gläser zu je 900 ml), Pflaumen entsteint und eingefroren (ich weiß nicht mal genau, wieviele Beutel, aber auf jeden Fall ordentlich) – und beide Bäume hängen immer noch voll, aber selbst mit Leiter komme ich nicht an die Pflaumen ran. (Obstpflücker? Klar hab ich einen Obstpflücker, aber der renoviert grad das Bad.)

Und dann habe ich japanische Handschuhe angefangen, nach diesem Buch. Gereizt hat mich vor allem die Konstruktion, überzeugt hat mich die Einfachheit und auch die Paßform. Wobei – wenn wir mal ehrlich sind, sind die Dinger wohl die Mojo-Socken der Handschuhwelt: nicht besonders attraktiv anzuschauen, wenn im Entstehen oder auf dem Tisch liegend, aber einfach knuffig am jeweiligen Körperteil. Der Obstpflücker hat bereits um ein eigenes Paar gebeten. Allerdings habe ich eine kleine Änderung eingebaut, aber dazu später mehr.

Und während mein Obstpflücker das Bad renoviert, frühjahrsputze ich mich in den Herbst. Also ich herbstputze. Ich habe mir vorgenommen, mal ganz objektiv meine Stoffberge auszusortieren, denn so viel kann ich gar nicht nähen und verarbeiten, wie ich hier liegen habe. Meine Entschlossenheit zeigt auch erste gute Ergebnisse – der große blaue Sack voller Möbelbezugsstoffe ist immer noch da, aber immerhin habe ich jetzt eine wirklich gute Idee, was ich damit machen kann. Jetzt muß ich nur noch die Zeit finden zu nähen …

Mindful June

Mindful June

Das halbe Jahr ist schon wieder fast vorbei, und in der Arbeit wird es jetzt ruhiger. Für mich heißt das, endlich Zeit für die ganzen herrlichen Kleinigkeiten.

fertig ♥

Nach langem Suchen habe ich endlich !!! ein Apfelkuchenrezept gefunden, das mit ganz normalen Zutaten auskommt, die ich wirklich immer im Haus habe, also Mehl, Zucker, Eier, Backpulver. Große Apfelstückchen machen saftig, Zucker und Zimt on top machen knusprig. Und er schmeckt super zum Tee.

Das Wetter war bisher eher durchwachsen, wir hatten eigentlich alles außer Schnee. Immerhin hat die Sonne doch so weit gereicht, daß die Katzis sonnenbaden konnten:

Sonnenbaden

Und dann die Blumen überall! Alles wächst und wuchert und blüht, Hummeln und Bienen sausen geschäftig herum, die Rosenkäfer futtern sich durch meine Minze (nee, ist okay, ich hab eh zuviel davon – es fing an mit einem kleinen Töpfchen aus dem Supermarkt, das ich für Muffins brauchte. Weil es mir leid tat, den Rest wegzuschmeißen, habe ich die Minze ins Hochbeet gepflanzt. Ein Jahr später hatte sie sich überaus subversiv durchs ganze Beet gearbeitet und wir mußten die ganze Erde, die eigentlich nur noch Wurzelmasse war, austauschen. Intelligent, wie wir sind, haben wir dann ein paar Stengelchen Minze in den Garten gepflanzt …), und ich sitze auf der Bank vorm Haus und genieße einfach.

im Morgenlicht
die Hummelverführerin

Nur meine Pfingstrosen haben leider dieses Jahr gar nicht geblüht. Macht aber nichts, denn ich bekam die hier geschenkt:

Pflingstrosentuffs

Die Flaschen habe ich beim Wikingern mitgenommen, sie gefielen mir irgendwie, obwohl ich ja sonst nicht so die Dekotante bin. Witzigerweise passen sie sehr gut zur neuen Tapete.

Und ein neues Projekt habe ich auch:

"Sandy Beach" von Drops, gestrickt in Mille Fili von Wolle Rödel

Die Anleitung „Sandy Beach“ von Drops Design steht schon seit Jahren auf meiner Tapetenrolle, und paßt einfach sehr gut zu der „Mille Fili“ von Wolle Rödel, die ich von meiner Mutter geschenkt bekommen habe. Ich mache die Jacke aber etwas länger, ich bin wirklich nicht für Crop Tops gebaut. Ich habe dieselbe Wolle auch noch in einem toned Türkis und denke, ich könnte gut zwei dieser Jäckchen gebrauchen. Mal schauen.