Ein Streif(en)zug durch die Farben der Drops Alpaca … eigentlich war die Wolle für ein anderes Projekt bestimmt, aber so gefällt es mir viel besser. Wenn ich mich beeile, kann ich den Pulli sogar noch anziehen, bevor es warm wird.
Stricken
Socken 1-26

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Wolle: Drops Fabel Fb 153 – Texmex
Nadeln: 2.5 mm
Größe: Ella-Größe (56 Maschen)
Das erste Paar Socken des Jahres – wie immer einfach glatt rechts, toe-up mit Magic Cast-On und Stretchy Bind-Off.
RVO in Celtico

Das erste FO in 2026 – obwohl das etwas geschummelt ist, denn gestrickt hatte ich ihn schon letztes Jahr, aber dann lag er da und wartete darauf, daß ich die Fäden vernähe. Das habe ich dann am 1. Januar gemacht und meinen Winterkuschelpulli endlich anziehen können.
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Anleitung: Raglan von oben (keine spezifische Anleitung), ich habe den Raglanrechner von Duit & Knit benutzt zum Ausrechnen.
Wolle: ONLine Linie 413 Celtico Fb 4 – beige
Nadeln: 5 mm (glaube ich)

Viel gibt es nicht dazu zu sagen – es ist ein ganz simpler Raglan von oben, ich habe diesmal das Halsbündchen direkt mit gestrickt, nicht nachträglich hinzugefügt, und dann mit verkürzten Reihen über den Nacken gestrickt, damit der Pulli hinten etwas höher ist als vorne. Für einen dicken Pulli mit höherem oder gar Rollkragen ist das okay, aber für leichtere Pullis mit weiterem Ausschnitt würde ich doch eher die andere Methode empfehlen, bei der zunächst in Reihen hin und zurück gestrickt wird und dabei nach und nach die Maschen für die Vorderseite aufgenommen, mit einem später angestrickten Halsbündchen.

Die Wolle ist superschön kuschelig und hat einen schön dezenten Farbverlauf. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mit Nadeln 5 mm oder 4.5 mm gestrickt habe, ich hatte es mir dummerweise auch nicht aufgeschrieben. Das Strickbild paßt jedenfalls, und der Pulli ist dicht und trotzdem fluffig.
Zug-Luft
Für den Herrn, der alles hat inklusive Schnupfen:
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Anleitung: „Chugga Chugga“ von Laura Chamberlain (Achtung: das sind nur die Vorlagen für die einzelnen Motive!)
Technik: Doubleface – gestrickt
Größe: ca 20 x 160 cm
Wolle: Drops Flora Fb 06 schwarz und 33 rot
Nadeln: 2.5 mm
Schatz hat etwas Zug-Luft abbekommen, was sich daran zeigt, daß er eine neue Modelleisenbahn in Spur H0 aufbaut. Was für mich nun überaus praktisch war, denn ich wollte ihn so gerne mit einem besonderen Geschenk überraschen, aber das ist gar nicht so leicht, wenn man neben Tisch, Bett und Leben auch Auto und Konto teilt und jeder immer weiß, was der andere grad gekauft oder bestellt hat. Als ich die Werbung für den Drops-Sale zur Alpaka-Party sah, dachte ich „HA!!“ und bestellte Flora in seinen Lieblingsfarben. Und dann hab ich heimlich gestrickt, immer, wenn er auf der Arbeit war.
Motive: Die Vorlagen sind gut ausgearbeitet und einfach nachzuarbeiten. Ich habe von der Spitze der Lok aus gearbeitet, weil ich mir unsicher war, wie lang der Schal werden soll. Da die Vorlagen nur 22 Maschen breit sind, habe ich an den Seiten noch Maschen und einen Rand hinzugefügt, so kam ich auf insgesamt 48 Maschen und etwa 20 cm Breite.
Wolle: Drops Flora war genau die richtige Wahl für dieses Projekt. Sie ist kuschelig, ohne kratzig zu sein, und hat durch den Alpakaanteil einen leichten Halo, läßt sich aber trotzdem problemlos zurückstricken, wenn es denn mal sein muß. Ich glaube, das wird meine Go-To-Wolle für Doubleface, weil sie auch noch leicht und dünn ist (210 m LL auf 50 g, also etwa Sockenwollestärke) und sehr ergiebig. Ich habe nicht gewogen, aber ich denke, ich habe so etwa 80 g pro Farbe verbraucht.
Das war definitiv mein bisher wildestes Projekt! Angefangen habe ich am 31. Oktober, das war ein Freitag, und beendet am 14. November, ebenfalls ein Freitag. Stricken konnte ich nur tagsüber, während Schatz in der Arbeit war, also an insgesamt 11 Tagen. Insgesamt stecken 61.344 Maschen in diesem Schal, ich habe also durchschnittlich etwas über 5.500 Maschen pro Tag gestrickt. Liebe Kinder, macht das bitte nicht nach, es ist tierisch anstrengend! Aber Schatz freut sich super über seinen Zug-Luft-Schal, und das ist die Hauptsache.
Und vielen Dank an meine Stricknadelgirls für’s Anfeuern ♥
Handschuhwetter

Die erste fröstelige Nacht diesen Herbst, also konnten wir auf der morgendlichen Hunderunde endlich die japanischen Handschuhe auspacken. Hier Modell „Obstpflücker“ aus Wollresten.
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Anleitung: aus dem Buch „Japanische Handschuhe Stricken“ von Bernd Kestler
Größe: Männergröße (20 Maschen für den Daumen)
Wolle: Lana Grossa Cool Wool, diverse Reste
Nadeln: 3.0 mm


Und hier das Modell „Kramtante“
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Anleitung: aus dem Buch „Japanische Handschuhe Stricken“ von Bernd Kestler
Größe: Frauengröße (16 Maschen für den Daumen)
Wolle: Drops Fabel, Rest von meinen Socken
Nadeln: 2.5 mm

Japanische Handschuhe werden vom Daumen aus gestrickt, daher richtet sich auch die Größenangabe nach der Maschenzahl für den Daumen. Wenn man die Konstruktion einmal verstanden hat, ist das Stricken und das Anpassen an die eigenen Hände kinderleicht. Für beide Paare habe ich aber auch ein paar kleine Änderungen gemacht. Die Handschuhe im Buch sind fast alle fingerlos und auch am Daumen offen, aber für unsere Gegend (im Volksmund auch liebevoll „Klein-Sibirien“ genannt) und unsere allgemein eher geringe Frösteltoleranz war mir das einfach zu zugig. Deshalb habe ich bei beiden Paaren eine „echte“ geschlossene Fingerkuppe angestrickt. Den Daumen habe ich mit einem „Disappearing Loop“ nach der Anleitung von Ysolda Teague begonnen. Für meine Handschuhe – 16 Maschen für den Daumen und dünne Sockenwolle – ging das ohne Anpassung, für Steves Handschuhe – 20 Maschen und dickere Wolle – mußte ich tricksen: ich habe zunächst 10 Maschen angeschlagen, eine Runde drüber gestrickt und in der zweiten Runde dann einfach alle Maschen verdoppelt. So ließ sich der Daumenanfang trotz dicker Wolle und vieler Maschen ganz zuziehen.
Die Handschuhe sind so einfach zu stricken, daß man, wenn man seine passende Größe erst kennt, so ein Paar ohne weiteres an einem Tag oder (für große Hände) an einem Wochenende stricken kann.




