Traveler’s Notebook

Traveler’s Notebook
Da isses, schon in Gebrauch

Von meiner besonderen Beziehung zu Bullet Journals habe ich ja schon mal erzählt. Sie sind irrsinnig praktisch, und viele sind richtige kleine Kunstwerke, aber für mich sind sie nicht so wirklich zielführend. Ein herkömmlicher Kalender ist das aber auch nicht, weil ich da nicht alle Termine auf einen Blick sehe und erstmal rumblättern muß. So kam ich auf die Idee mit einem Traveler’s Notebook. Ich wollte aber nicht so ein schmales Hemd wie die allgemein verbreitete Version, sondern lieber A5, damit ich es mit ganz normalen und kostengünstigen Heften füllen kann. Bevor ich aber Unsummen ausgebe, dachte ich mir, mach doch einfach selber.

... erstmal ausmessen ...

Ich habe jede Menge Jeansreste, und für den ersten Versuch habe ich einfach etwas davon verwurschtelt. Die passende Größe habe ich zunächst mit drei Heften und ein paar Blättern Papier ermittelt und dann direkt auf dem Stoff angezeichnet. Ich habe einfach zwei Stück Jeans ausgeschnitten und rechts auf rechts zusammengenäht.

... nähen, stutzen, verstürzen ...

Nach dem Nähen habe ich die Nahtzugabe mit der Zackenschere zurückgeschnitten und die Ecken mit der glatten Schere zurückgestutzt. So hatte ich nach dem Verstürzen beim Absteppen nicht so viel Stoff unter der Nadel. Jeans wird ja immer gleich so bulky. Nach dem Verstürzen habe ich vorsichtshalber noch noch ein Stück Decovil zwischen die Jeansschichten geschoben und aufgebügelt, es soll ja nicht so labberig werden.

... nochmal ausmessen ...

Anschließend habe ich vorsichtshalber noch mal abgemessen, ob auch wirklich die Menge Hefte reinpaßt, die ich mir vorgestellt hatte. (Spoiler: das dicke Notizbuch habe ich am Ende doch nicht verwendet.)

die Ösen from Hell

Knappkantig abgesteppt und dann … die Ösen from hell. Ich habe keine Lochzange, also mußte ich diesen Lochmacher aus der Packung verwendet, und das Teil ist eher nicht so scharf und ging nicht so glatt durch die zwei Jeanslagen, wie ich gerne gehabt hätte. Und ich brauchte ja stolze elf Ösen (sieben für das Cover und dann noch vier für das Stück Stoff, das den Verschluß bildet bzw das Cover vor dem Gummi außen rum schützt). Immerhin habe ich wieder was gelernt. Unter anderem, daß ich mir vielleicht doch besser eine Lochzange leiste. Irgendwann mal.
Die Gummibänder durchziehen war dann eigentlich nur noch ein Klacks, ich habe mich für schwarzes Gummiband entschieden, weil ich den Stoff auch mit schwarzem Garn genäht und abgesteppt habe.

Dieses TN ist sehr simpel gestaltet, ich wollte nicht viel Zeit in Applikationen oder besticken investieren, weil ich mir nicht sicher war, ob alles so funktionieren würde, wie ich mir das dachte. Für jetzt reicht es sehr gut so, ich habe es heute schon fleißig gebraucht und mag das Prinzip. Nach dem Urlaub werde ich vielleicht noch eins nähen, dann allerdings mit ein paar Änderungen:

  • die beiden Stoffe links auf links zusammennähen und lieber mit buntem Schrägband einfassen
  • nähbare Schabracke als Zwischenlage ausprobieren
  • die Ösen etwas weiter auseinander setzen, auch wenn ich dann das Cover etwas größer nähen muß

Und das werde ich dann wild und bunt dekorieren.

Infobox

Inspiration: DIY Bullet Journal Traveler’s Notebook Style (Youtube)

Größe: Zuschnitt 36 x 25 cm, füßchenbreit abgesteppt

Stoff: Jeansreste

außerdem benötigt: schmales Gummiband, kleine Ösen, Decovil zur Verstärkung

Socken

Socken
Socken aus Drops Fabel Fb 904 "Lavendel"
Kartopu FB SOC-H1001 Electro

Zu den Socken gibt es ehrlich gesagt nicht so sehr viel zu sagen. Ich habe mein eigenes „Rezept“ – Vanillas toe up mit 2 x 12 Maschen Anschlag, Ferse mit verkürzten Reihen und Fersenwand, Schaft immer gleich hoch und Bündchen k2 p2. Sehr simpel, aber sie passen halt auch genau. Und da ich meine selbstgestrickten Socken wirklich täglich trage, sind sie mir so am liebsten, weil kein Muster drücken kann. Die meisten Sockenwollen sind ja eh bunt gemustert und brauchen kein weiteres Muster.

Links: Drops Fabel Fb. 904 „Lavendel“
Rechts: gute Frage … ich weiß nicht mal mehr genau, wo ich die Wolle gekauft habe, es war auf jeden Fall eine Marke, von der ich noch nie zuvor gehört hatte. Sollte ich das Ballband doch noch finden, reiche ich die Info nach. Kartopu Fb. SOC-H1001 Electro

Blüten-Milly

Blüten-Milly
noch eine Milly

Wenn es doch schnell gehen mußte … Ich brauchte wollte gerne ein neues Kleid für eine Zusammenkunft, deshalb habe ich nochmal auf die Milly von Fadenkäfer zurückgegriffen. Diesmal aus einem gut abgelagerten, leichten Baumwolljersey, vor Jahren bei Buttinette erstanden und für „was besonderes“ aufgehoben. Komisch, wie man immer wieder Stoffe „für besonders“ aufhebt, statt einfach was draus zu machen und sich bei jedem Tragen neu zu freuen … Egal. Eigentlich hatte ich tatsächlich noch eine andere Idee für den Stoff, aber da hätte ich erst noch Schnitt kleben, Begleitstoff aussuchen und anpassen müssen, und dazu war ich zu ungeduldig.

in voller Länge

Was ich an der Milly so mag, ist der leicht schwingende Rock, einfach genau richtig für ein Sommerkleid. Was ich nicht so mag, ist jedes Mal rumtüddeln mit dem Halsbündchen. Eigentlich ist ein Tunnelzug vorgesehen, der aber nicht zu diesem Stoff gepasst hätte – und auch nicht zu dem Anlass, zu dem ich das Kleid tragen wollte – und natürlich habe ich nie passenden Bündchenstoff im Haus. Ich habe es auch diesmal wieder hinbekommen, ein Bündchen aus dem Kleiderstoff anzunähen, indem ich den Streifen für den Tunnelzug einfach um etwa 3 cm gekürzt und zum Schlauch zusammengenäht habe. Demnächst möchte ich allerdings mal einen Beleg ausprobieren, das stelle ich mir ordentlicher vor.
Genäht habe ich wieder in Größe 46, so fällt sie einfach weicher um meine Kurven herum.

wieder mal ein Wellensaum

Und natürlich wieder mit Wellensaum, der paßt einfach so gut zu diesem Kleid, finde ich. Außerdem ist er so schön meditativ zu nähen, genau das richtige nach dem Kampf mit dem Halsbündchen. (Der Saum ist nicht so schief, wie es auf dem Bild aussieht, meine Sophie stand nur ungerade.)

kurze Ärmel und schöne Blüten

Für den leichten Stoff natürlich mit kurzen Ärmeln, ich habe eine farblich gut passende leichte Strickjacke dazu für kühle Morgen- und / oder Abendstunden.

Milly 2 war in tatsächlich in zwei Tagen zugeschnitten und genäht, und diesmal habe ich alles bis auf die Säume mit der Overlock genäht. Ohne mich selber loben zu wollen, muß ich doch sagen, ich bekomme langsam etwas mehr Routine mit der Ovi und auch mit dem Kleidung nähen allgemein. Und ich habe mit diesem Stoff tatsächlich schon zum zweiten Mal ein lange gehütetes Schätzchen verarbeitet.

ein RVO in Celtico

ein RVO in Celtico

Es ist Frühling, also beende ich endlich mein Winter-WIP. Ein RVO in ONline Linie 413 Celtico. Erst wollte ich einen vollen Rollkragen stricken, aber das wird mir dann doch zu warm, also „nur“ Stehkragen. Und dann einfach geradeaus runter.

Die Wolle strickt sich sehr angenehm und kuschelig, die Farben gehen schön ineinander über. Das könnte glatt ein neues Lieblingsteil werden.

Thinking outside the (Chocolate) Box

Thinking outside the (Chocolate) Box

Vor Jahren habe ich mir ein Yarn Kit für den „Spicier Life CAL“ von Cherryheart Sandra Paul gekauft. Ich mochte die Farben einfach so gerne, mußte aber leider feststellen, daß die Decke nichts für mich ist, weil sie an den Rändern einfach total krumm wird durch den Mustermix (ja, ich hasse sowas und kann damit absolut nicht leben, auch wenn die Decke ansich mir immer noch super gefällt). Seitdem habe ich die Wolle hier herumliegen und überlege, was ich damit machen könnte. Irgendwie hat mir aber keins der Pattern, die ich ausprobiert habe, gefallen.

Chocolate Box

Letztens habe ich mal wieder in meinen Häkelbüchern geblättert und bin bei „200 Crochet Blocks“ von Jan Easton gelandet. Eigentlich ging es um Inspiration für ein ganz anderes Projekt, aber dann machte es „klick“ und jetzt gibt es halt Häkel-Schoki. Normalerweise mag ich ja lieber JAYG-Squares, aber in diesem Fall mache ich mal eine Ausnahme und häkle dunkle Schoki, bis die dunkelbraune Wolle alle ist. Und wenn dann noch bunte übrig ist, häkle ich einfach mit einer anderen Gitterfarbe weiter. Bin ja mal gespannt, ob ich diese ganze Wolle endlich mal wegbekomme…