On the (Double)Face of it …

On the (Double)Face of it …

Beim Stöbern auf Ravelry habe ich eine Anleitung für einen Doubleface Wrap gefunden, die ich unbedingt nachstricken möchte. Meine Freundin Irene ist ja für so Scherze auch immer zu haben, also werden wir das wohl als „Winter-Strick-Mit“ angehen.

Mein letztes Doubleface-Erlebnis ist schon eine Weile her, also dachte ich, üben kann ja nicht schaden. Und wie es der Zufall so will, habe ich doch tatsächlich vier Knäuel Drops Alpaca, die schon länger was hübsches werden möchten, und in der umfangreichen „irgendwann stricke ich mir einen ganzen Fair Isle Pulli, also kann ich doch schon mal Muster horten“ – Sammlung fand ich auch ein hübsches Muster. Ergo:

die dunkle Seite
die helle Seite

Bisher bin ich ganz zufrieden. Am Anfang hatte ich befürchtet, daß der Kontrast zwischen den beiden Farben doch nicht groß genug ist, aber mittlerweile bin ich ein Stück weiter im relativ filigranen Muster, und es kommt gut genug raus. Spannend wird die Frage, wie weit die Wolle reicht, aber selbst wenn es nur ein Kurzschal mit einem Muster pro Ende und dazwischen nix wird, ist das auch in Ordnung für mich, denn immerhin habe ich dann ein paar Knäuel Wolle verbraucht und Stash abgebaut.

Hilfreiche Videos zum Doubleface:
Zweifarbiger Maschenanschlag (Maschenfein / YouTube)
Schöne Randmaschen (Maschenfein / YouTube)

Mindful June

Mindful June

Das halbe Jahr ist schon wieder fast vorbei, und in der Arbeit wird es jetzt ruhiger. Für mich heißt das, endlich Zeit für die ganzen herrlichen Kleinigkeiten.

fertig ♥

Nach langem Suchen habe ich endlich !!! ein Apfelkuchenrezept gefunden, das mit ganz normalen Zutaten auskommt, die ich wirklich immer im Haus habe, also Mehl, Zucker, Eier, Backpulver. Große Apfelstückchen machen saftig, Zucker und Zimt on top machen knusprig. Und er schmeckt super zum Tee.

Das Wetter war bisher eher durchwachsen, wir hatten eigentlich alles außer Schnee. Immerhin hat die Sonne doch so weit gereicht, daß die Katzis sonnenbaden konnten:

Sonnenbaden

Und dann die Blumen überall! Alles wächst und wuchert und blüht, Hummeln und Bienen sausen geschäftig herum, die Rosenkäfer futtern sich durch meine Minze (nee, ist okay, ich hab eh zuviel davon – es fing an mit einem kleinen Töpfchen aus dem Supermarkt, das ich für Muffins brauchte. Weil es mir leid tat, den Rest wegzuschmeißen, habe ich die Minze ins Hochbeet gepflanzt. Ein Jahr später hatte sie sich überaus subversiv durchs ganze Beet gearbeitet und wir mußten die ganze Erde, die eigentlich nur noch Wurzelmasse war, austauschen. Intelligent, wie wir sind, haben wir dann ein paar Stengelchen Minze in den Garten gepflanzt …), und ich sitze auf der Bank vorm Haus und genieße einfach.

im Morgenlicht
die Hummelverführerin

Nur meine Pfingstrosen haben leider dieses Jahr gar nicht geblüht. Macht aber nichts, denn ich bekam die hier geschenkt:

Pflingstrosentuffs

Die Flaschen habe ich beim Wikingern mitgenommen, sie gefielen mir irgendwie, obwohl ich ja sonst nicht so die Dekotante bin. Witzigerweise passen sie sehr gut zur neuen Tapete.

Und ein neues Projekt habe ich auch:

"Sandy Beach" von Drops, gestrickt in Mille Fili von Wolle Rödel

Die Anleitung „Sandy Beach“ von Drops Design steht schon seit Jahren auf meiner Tapetenrolle, und paßt einfach sehr gut zu der „Mille Fili“ von Wolle Rödel, die ich von meiner Mutter geschenkt bekommen habe. Ich mache die Jacke aber etwas länger, ich bin wirklich nicht für Crop Tops gebaut. Ich habe dieselbe Wolle auch noch in einem toned Türkis und denke, ich könnte gut zwei dieser Jäckchen gebrauchen. Mal schauen.

Socken

Socken
Socken aus Drops Fabel Fb 904 "Lavendel"
Kartopu FB SOC-H1001 Electro

Zu den Socken gibt es ehrlich gesagt nicht so sehr viel zu sagen. Ich habe mein eigenes „Rezept“ – Vanillas toe up mit 2 x 12 Maschen Anschlag, Ferse mit verkürzten Reihen und Fersenwand, Schaft immer gleich hoch und Bündchen k2 p2. Sehr simpel, aber sie passen halt auch genau. Und da ich meine selbstgestrickten Socken wirklich täglich trage, sind sie mir so am liebsten, weil kein Muster drücken kann. Die meisten Sockenwollen sind ja eh bunt gemustert und brauchen kein weiteres Muster.

Links: Drops Fabel Fb. 904 „Lavendel“
Rechts: gute Frage … ich weiß nicht mal mehr genau, wo ich die Wolle gekauft habe, es war auf jeden Fall eine Marke, von der ich noch nie zuvor gehört hatte. Sollte ich das Ballband doch noch finden, reiche ich die Info nach. Kartopu Fb. SOC-H1001 Electro

Traveler’s Notebook

Traveler’s Notebook
Da isses, schon in Gebrauch

Von meiner besonderen Beziehung zu Bullet Journals habe ich ja schon mal erzählt. Sie sind irrsinnig praktisch, und viele sind richtige kleine Kunstwerke, aber für mich sind sie nicht so wirklich zielführend. Ein herkömmlicher Kalender ist das aber auch nicht, weil ich da nicht alle Termine auf einen Blick sehe und erstmal rumblättern muß. So kam ich auf die Idee mit einem Traveler’s Notebook. Ich wollte aber nicht so ein schmales Hemd wie die allgemein verbreitete Version, sondern lieber A5, damit ich es mit ganz normalen und kostengünstigen Heften füllen kann. Bevor ich aber Unsummen ausgebe, dachte ich mir, mach doch einfach selber.

... erstmal ausmessen ...

Ich habe jede Menge Jeansreste, und für den ersten Versuch habe ich einfach etwas davon verwurschtelt. Die passende Größe habe ich zunächst mit drei Heften und ein paar Blättern Papier ermittelt und dann direkt auf dem Stoff angezeichnet. Ich habe einfach zwei Stück Jeans ausgeschnitten und rechts auf rechts zusammengenäht.

... nähen, stutzen, verstürzen ...

Nach dem Nähen habe ich die Nahtzugabe mit der Zackenschere zurückgeschnitten und die Ecken mit der glatten Schere zurückgestutzt. So hatte ich nach dem Verstürzen beim Absteppen nicht so viel Stoff unter der Nadel. Jeans wird ja immer gleich so bulky. Nach dem Verstürzen habe ich vorsichtshalber noch noch ein Stück Decovil zwischen die Jeansschichten geschoben und aufgebügelt, es soll ja nicht so labberig werden.

... nochmal ausmessen ...

Anschließend habe ich vorsichtshalber noch mal abgemessen, ob auch wirklich die Menge Hefte reinpaßt, die ich mir vorgestellt hatte. (Spoiler: das dicke Notizbuch habe ich am Ende doch nicht verwendet.)

die Ösen from Hell

Knappkantig abgesteppt und dann … die Ösen from hell. Ich habe keine Lochzange, also mußte ich diesen Lochmacher aus der Packung verwendet, und das Teil ist eher nicht so scharf und ging nicht so glatt durch die zwei Jeanslagen, wie ich gerne gehabt hätte. Und ich brauchte ja stolze elf Ösen (sieben für das Cover und dann noch vier für das Stück Stoff, das den Verschluß bildet bzw das Cover vor dem Gummi außen rum schützt). Immerhin habe ich wieder was gelernt. Unter anderem, daß ich mir vielleicht doch besser eine Lochzange leiste. Irgendwann mal.
Die Gummibänder durchziehen war dann eigentlich nur noch ein Klacks, ich habe mich für schwarzes Gummiband entschieden, weil ich den Stoff auch mit schwarzem Garn genäht und abgesteppt habe.

Dieses TN ist sehr simpel gestaltet, ich wollte nicht viel Zeit in Applikationen oder besticken investieren, weil ich mir nicht sicher war, ob alles so funktionieren würde, wie ich mir das dachte. Für jetzt reicht es sehr gut so, ich habe es heute schon fleißig gebraucht und mag das Prinzip. Nach dem Urlaub werde ich vielleicht noch eins nähen, dann allerdings mit ein paar Änderungen:

  • die beiden Stoffe links auf links zusammennähen und lieber mit buntem Schrägband einfassen
  • nähbare Schabracke als Zwischenlage ausprobieren
  • die Ösen etwas weiter auseinander setzen, auch wenn ich dann das Cover etwas größer nähen muß

Und das werde ich dann wild und bunt dekorieren.

Infobox

Inspiration: DIY Bullet Journal Traveler’s Notebook Style (Youtube)

Größe: Zuschnitt 36 x 25 cm, füßchenbreit abgesteppt

Stoff: Jeansreste

außerdem benötigt: schmales Gummiband, kleine Ösen, Decovil zur Verstärkung

Meine Wolle hat einen Korb bekommen

Meine Wolle hat einen Korb bekommen
Wollkorb

Ein standesgemäßes Zuhause für meine Wolle – ein Wollkorb. Gehäkelt aus Sockenwolleresten, genauer aus vier nicht so ganz dolle geliebten Knäueln (weiß, weiß mit Sprenkel, fröhliches Anthrazit und lebendiges Mittelgrau), die zu sonst nichts passen wollten, und diversen kleineren Resten aus weiteren Rebellen. Ich habe siebenfädig mit Häkelnadel 8mm gehäkelt, nur feste Maschen in Spirale. Im Nachhinein denke ich, vielleicht hätte ich tatsächlich eine Nadelstärke runter gehen können, damit es noch fester wird und die Seiten mehr Stand haben. aber alles in allem bin ich durchaus zufrieden.

Lederhenkel

Die Henkel sind mehr zur Zierde, ich hätte doch Angst, daß sie abreißen, wenn ich den vollen Korb daran herumtrage. Das Leder habe ich mal in der Arbeit mitnehmen dürfen, es war ein Rest von einem Auftrag. Mir hat das Rot einfach so gut zu dem eher monochromen Korb gefallen.

paßt 'ne Menge Wolle rein

Es paßt ordentlich was rein in meinen neuen Korb. Ich habe die Knäuel nicht gezählt, aber Ich habe alle untergebracht, die in zwei verschiedenen Taschen herumlagen, und das macht mich jetzt schon ein bißchen stolz.

und der angefangene RVO liegt lässig oben drüber

Oben drauf mein angefangener und bald fertiger RVO aus Baumwolle. Eigentlich wäre er schon längst fertig, aber während der heißen Hundstage hat es mich dann doch nicht so an einen Herbstpulli gezogen. Stattdessen habe ich an einem anderen Projekt gearbeitet, das ich euch demnächst zeige. Da ist nämlich grad Halbzeit.

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Infobox

Anleitung: keine, ich habe mir ein Video angesehen und mir dann allgemeine Hinweise zum Häkeln in Spiralen und zu Zunahmen für Kreisformen rausgesucht

Garn: Sockenwolle und Reste, alles 4fädig

Nadel: Häkelnadel 8mm

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