Höllentrip

Höllentrip

Was kann man doch für wunderbare Wortspiele mit dem Ortsnamen machen … Ja, man fährt tatsächlich erstmal durch die Hölle, bis man zum Parkplatz am Wanderweg kommt, und der heißt dann auch prompt „Höllentour“. Dabei wollten wir den gar nicht gehen, wir wollten eigentlich nur den kürzeren „Erlebnispfad Wasser“ gehen. Dummerweise hatten wir ihn sozusagen von hinten angefangen und deshalb keine Hinweisschilder gesehen. Also gut, dann eben einfach ab durch die Hölle … äh, Mitte, und drauflosmarschiert. Der Weg ist bequem zu gehen, nicht übermäßig anspruchsvoll, rechts geht es steil hoch und da wachsen ordentlich Felsen aus dem Boden …

Felsen zur rechten

… links geht es ebenso steil runter ins Tal, durch das die Selbitz fließt. Am Anfang der Tour floß sie noch ruhig und gemächlich, nach dem ersten Wehr wurde sie dann ein bißchen wilder. Bis zu unserer Pause am Jungfernsteg, etwa zur Hälfte unserer Tour, haben wir sie mehr gehört als gesehen, danach war sie deutlich präsenter.

die wilde Selbitz am Teufelsteg - Foto © Stefan Stiehl
die wilde Selbitz am Teufelsteg - Foto © Stefan Stiehl

Wir kamen unter dem Selbitz – Viadukt lang, bis 1945 Teil der Bahnstrecke von Triptis nach Marxgrün, danach aus naheliegenden Gründen nicht mehr in Betrieb.

das Selbitz - Viadukt

Der Weg führte dann sehr unromantisch und sehr geschottert einfach weiter geradeaus. Wir kamen bis zum Teufelsteg, da beschlossen wir dann, wir schlagen uns jetzt wieder in die Büsche. Kurze Rast am Wasser:

der Teufelsteg
Höllentrip

Dann ging es über den Steg zurück in den Wald und über zwei kleine Anstiege zurück auf den Weg, auf dem wir gekommen waren, und somit direkt zum Parkplatz. Das ist eine Tour, die wir sicher öfter gehen werden, eine gemütliche Kurzwanderung für einen spontanen Ausflug mit Herrn Wuff.

Herr Wuff mit Anhang - Foto © Stefan Stiehl

’s FrankenwaldSteigla im Kohlenwald

’s FrankenwaldSteigla im Kohlenwald

Neues Hobby incoming: wir gehen wandern. Schließlich wohnen wir mitten im Frankenwald, in der Qualitätsregion Wanderbares Deutschland. Wer mehr über den Frankenwald und die diversen Ausflugsziele wissen möchte, kann sich gerne auf der Website des Frankenwald Tourismus schlau machen. Genau da haben wir uns auch schlau gemacht, als wir beschlossen, unter die Wanderer zu gehen, und uns unsere erste Tour ausgesucht: das FrankenwaldSteigla im Kohlenwald.

Ich glaube, wir hatten die Anstiege ein bißchen unterschätzt – ein paar waren dabei, die waren schon recht steil. Erfahrene Wanderer lächeln jetzt wahrscheinlich und denken sich ihren Teil, aber für uns – blutige Anfänger, ich mit Asthma, Steve mit Rucksack mit Getränken, Proviant und Kameraausrüstung – war es streckenweise „echt jetzt???“.

’s FrankenwaldSteigla im Kohlenwald
interessanter Baumstumpf
im Hintergrund die Zivilisation
verwurzelt
Hollerbeeren
so still im Wald
Wurzelwerk
so viele Wege

Übrigens kann man sich tatsächlich auch in einem bewirtschafteten Wald mit wirklich sehr gut markierten Wanderwegen verlaufen – wir haben unbeabsichtigt die Tour ein gutes Stück abgekürzt, weil wir einmal geradeaus gelaufen sind statt rechts abzubiegen. Aber egal. Wir hatten Spaß, wir haben die Stille im Wald genossen, wir haben viel gesehen und ein bißchen was geleistet.

für's Familienalbum