Handschuhwetter

Handschuhwetter
Handschuhwetter

Die erste fröstelige Nacht diesen Herbst, also konnten wir auf der morgendlichen Hunderunde endlich die japanischen Handschuhe auspacken. Hier Modell „Obstpflücker“ aus Wollresten.

dank Resteverwertung schön bunt geworden
Lieblingsfarben

Und hier das Modell „Kramtante“

Sockenwollenhandschuhe

Japanische Handschuhe werden vom Daumen aus gestrickt, daher richtet sich auch die Größenangabe nach der Maschenzahl für den Daumen. Wenn man die Konstruktion einmal verstanden hat, ist das Stricken und das Anpassen an die eigenen Hände kinderleicht. Für beide Paare habe ich aber auch ein paar kleine Änderungen gemacht. Die Handschuhe im Buch sind fast alle fingerlos und auch am Daumen offen, aber für unsere Gegend (im Volksmund auch liebevoll „Klein-Sibirien“ genannt) und unsere allgemein eher geringe Frösteltoleranz war mir das einfach zu zugig. Deshalb habe ich bei beiden Paaren eine „echte“ geschlossene Fingerkuppe angestrickt. Den Daumen habe ich mit einem „Disappearing Loop“ nach der Anleitung von Ysolda Teague begonnen. Für meine Handschuhe – 16 Maschen für den Daumen und dünne Sockenwolle – ging das ohne Anpassung, für Steves Handschuhe – 20 Maschen und dickere Wolle – mußte ich tricksen: ich habe zunächst 10 Maschen angeschlagen, eine Runde drüber gestrickt und in der zweiten Runde dann einfach alle Maschen verdoppelt. So ließ sich der Daumenanfang trotz dicker Wolle und vieler Maschen ganz zuziehen.
Meine Handschuhe sind aus Drops Fabel gestrickt, Reste von einem Paar Socken. Für Steves Handschuhe habe ich diverse Reste Lana Grossa Cool Wool verwendet.

Die Handschuhe sind so einfach zu stricken, daß man, wenn man seine passende Größe erst kennt, so ein Paar ohne weiteres an einem Tag oder (für große Hände) an einem Wochenende stricken kann.

KUSV 2 – Meow Power

KUSV 2 – Meow Power

Tadaaaah, Tusch und Finaaaaale der zweiten Kreativen Ufo Stoffverwertung bei Augensterns Welt. Hier kommt nun also das *nuschelnuschel* mit Meow Power Inside.

KUSV 2 – Meow Power

Als ich den Stoff auspackte, wußte ich sofort, den möchte ich einfach täglich in der Hand haben und anschauen können. Die Kätzchen sind einfach zu süß und machen gute Laune. Allerdings habe ich nur wenige Dinge wirklich (mehrmals) täglich in der Hand – eigentlich nur mein Handy, das Bullet Journal und meinen Geldbeutel. Mein Geldbeutel war schon reichlich abgenutzt, der Schieber vom Reißverschluß abgebrochen, und überhaupt würde zahlen doch viel mehr Spaß machen mit Kätzchen dabei. Und so fiel die Wahl schnell und tatsächlich alternativlos auf die Geldbörse „Little Ruby“ von Hansedelli.

soooo viele Teile

Ich mach’s kurz – es hat laaaaaange gedauert. Die lütte Ruby besteht aus SEHR vielen Einzelteilen, die alle erstmal ausgeschnitten werden wollten, und die meisten davon werden dann auch noch mit Vlies bestückt, zwecks Anti-Labber. Ich habe mir wirklich dringend einen zweiten Tisch als Ablage gewünscht, um die Einzelteile besser ordnen zu können. Wenn ihr sie auch mal nähen wollt, plant also auf jeden Fall Zeit und Platz ein. Das Ebook ist aber wirklich sehr ausführlich und mit vielen Fotos bestückt, sodaß das eigentliche Nähen dann richtig Spaß gemacht hat.

die Lütte von vorne ...

Meine Lütte von vorne – außen habe ich die Kätzchen mit einem Stück von einer alten Jeans verpaart, für bessere Haltbarkeit. Zwar wird der Stoff noch mit Decovil verstärkt, aber Jeans haben halt einfach was robustes. Statt Druckknopf habe ich mich für ein Steckschloß entschieden, das ist mal was anderes und paßt einfach besser zu mir.

die Lütte von hinten ...

Hinten ist sie dann asymetrisch. Auch mal was anderes.

Kätzchen ♥

Erst hatte ich überlegt, ob es mit Kätzchen auf der Innenseite vielleicht zu unruhig wirkt und ich doch lieber einen einfarbigen Stoff nehmen sollte. Aber ganz ehrlich: nöö. Es ist viel schöner, wenn die Meow Bande mich beim Öffnen auch gleich von innen her angrinst.
Die Stoffe innen sind alles Patchworkstoffe, Reste von anderen Projekten. Denn auch wenn die Ruby aus sehr vielen Teilen besteht, sind die meisten Teile doch so klein, daß man gut noch Reste verwerten kann.

das Innenleben

Platz ist reichlich vorhanden innen drin, ich habe jedenfalls alles untergebracht. Das einzige, was mir nicht so wirklich gefällt, ist, daß in die mittig abgesteppten Kartenfächer die Karten nur hochkannt eingesteckt werden können. Wahrscheinlich hätte ich die große Schwester nähen müssen, um die Karten auch waagerecht einstecken zu können, aber ich wollte nicht so eine sehr breite Geldbörse, also muß ich mit diesem „Manko“ eben leben. Und natürlich könnte ich auch einfach ein paar Karten, die ich eigentlich sowieso nie benutze, aussortieren und somit mehr Platz schaffen. Aber egal – rausfallen kann nix, und so habe ich doch wenigstens meine Büchereikarten immer direkt vor Augen.

Groschengrab ;-)

Das Reißverschlußfach ist ausreichend groß für Münzen, und im großen Fach davor ist noch Platz für größere Karten oder auch Kassenzettel.

einfach ein Lieblingsstückchen ♥

Wie ich sie auch drehe und wende, ich mag meine lütte Ruby und bin durchaus zufrieden mit dem Ergebnis. Im Alltagseinsatz hat sie sich auch schon bewährt. Und ihre eigentliche Mission, nämlich mich jedes mal zum Lächeln zu bringen, wenn ich sie in die Hand nehme, erfüllt sie mit Bravour. Und mit Meow Power. ♥

Liebe Annette, vielen Dank, daß ich auch bei der zweiten Runde dabei sein durfte. Dank dir und deiner Stoffauswahl habe ich jetzt ein neues Lieblingsstückchen. ♥