RVO in Celtico

RVO in Celtico
RVO in Celtico

Das erste FO in 2026 – obwohl das etwas geschummelt ist, denn gestrickt hatte ich ihn schon letztes Jahr, aber dann lag er da und wartete darauf, daß ich die Fäden vernähe. Das habe ich dann am 1. Januar gemacht und meinen Winterkuschelpulli endlich anziehen können.

Infobox

Anleitung: Raglan von oben (keine spezifische Anleitung), ich habe den Raglanrechner von Duit & Knit benutzt zum Ausrechnen.

Wolle: ONLine Linie 413 Celtico Fb 4 – beige

Nadeln: 5 mm (glaube ich)

Viel gibt es nicht dazu zu sagen – es ist ein ganz simpler Raglan von oben, ich habe diesmal das Halsbündchen direkt mit gestrickt, nicht nachträglich hinzugefügt, und dann mit verkürzten Reihen über den Nacken gestrickt, damit der Pulli hinten etwas höher ist als vorne. Für einen dicken Pulli mit höherem oder gar Rollkragen ist das okay, aber für leichtere Pullis mit weiterem Ausschnitt würde ich doch eher die andere Methode empfehlen, bei der zunächst in Reihen hin und zurück gestrickt wird und dabei nach und nach die Maschen für die Vorderseite aufgenommen, mit einem später angestrickten Halsbündchen.

Die Wolle ist superschön kuschelig und hat einen schön dezenten Farbverlauf. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mit Nadeln 5 mm oder 4.5 mm gestrickt habe, ich hatte es mir dummerweise auch nicht aufgeschrieben. Das Strickbild paßt jedenfalls, und der Pulli ist dicht und trotzdem fluffig.

Die Capsule Wardrobe Idee

Die Capsule Wardrobe Idee

Wie bin ich eigentlich auf die Idee mit der Capsule Wardrobe gekommen? Ich neige ja jetzt generell eher nicht so zum Minimalismus und käme nie im Leben mit nur zwei Jeans, einem Rock und einem Kleid aus. Also mit zwei Jeans vielleicht schon, die trage ich ja eigentlich nur noch zur Arbeit, aber sonst? Darf’s doch gerne ein bißchen mehr sein.

Letztes Jahr mußte ich ein bißchen ausmisten im Vorratslager, weil Motten. Und dabei ist mir aufgefallen, ich habe eigentlich zu jedem Stoff und jeder Wolle eine genaue Vorstellung, was ich daraus machen will – nur leider passen die fertigen Stücke untereinander dann nicht so recht zusammen. Bei Kleidern kein Thema, die sind ja sozusagen Solitäre per se, aber wenn ich mir schon die Mühe mache, meine Kleidung zu nähen (ja, es ist ein Hobby, aber es steckt trotzdem Arbeit drin, und ein bißchen Geld auch), dann hätte ich schon gerne Sachen, die ich zusammen anziehen kann, ohne auszusehen wie entweder rückwärts durch die Hecke gekrochen oder wie Papagei auf Landgang. Ich hab’s nämlich nicht so mit neutralen Farben – Dunkelblau finde ich fürchterlich, Schwarz geht nur in Ausnahmefällen, Weiß trage ich so gut wie nie, und Grau kann ich langsam nicht mehr sehen. Ich mag Türkis. Ich mag Lime. Ich mag Zitronengelb. Ich mag Pink. Und manchmal mag ich auch Orange. Also im Sommer. Da mag ich laute, kräftige Farben. Im Winter mag ich dann doch eher abgetönte Farben. Dunkles Altrosa. Burgunderrot. Greige. Goldgrün. Farben, in die ich mich so richtig einkuscheln kann. Die mich warm halten. Nicht gerade die besten Voraussetzungen für eine Capsule Wardrobe, die ja eigentlich darauf aufbaut, eine neutrale, zentrale Farbe zu haben, die man dann mit allen anderen kombinieren kann.

Und dann hab ich das Foto gesehen. Und war ganz aufgeregt, weil Braun + Türkis = ♥, und Braun und diverse andere Farben = ♥. Nur Braun und Pink … na ja … Aber Pink geht mit Beige. Mit dezentem Hellblau. Das geht wiederum auch mit Braun. Und voila …

Die nächste Station war Pinterest, ich hatte eh schon ein Board für Colour Inspiration, und das ist sehr gewachsen in letzter Zeit. Und dann habe ich mich hingesetzt und mal „meine“ Farben aus den vielen Bildern rausgezogen. Nur um mal eine Referenz zu haben, wenn ich Stoffe oder Wolle kaufen gehe. Meine zwei Hauptfarben (ja, zwei – wie gesagt, ich hab’s nicht so mit Minimalismus) sind natürlich Braun und Türkis plus Nuancen:

Die Capsule Wardrobe Idee

Damit es nicht so langweilig wird, gibt es natürlich noch Begleitfarben dazu:

Natürlich ist das nur eine Auswahl. Es fehlt zum Beispiel noch ein schönes Goldgrün, pink ist hier gar nicht vertreten, was daran liegt, daß ich einfach keine schönen Farbbeispiele gefunden habe. Im Großen und Ganzen läßt sich aber schon ganz gut erkennen, wo ich farblich hinwill – und mal abgesehen von dem Spaß, den ich beim Suchen und Finden hatte, habe ich auch gleich wieder neue Ideen entwickelt, sowohl für vorhandene Stoffe als auch für Stoffe, nach denen ich gezielt suchen möchte.

Was die Schnitte angeht, ist es wesentlich leichter. Weite, luftige Hosen für den Sommer, bequeme Hosen für den Winter, Cordröcke fürs ganze Jahr, Trägerkleider zum Layering, Basic Shirts und dazu die eine oder andere Bluse. Ich mag klare Linien und gerade Schnitte. Besonders gefallen mir immer wieder die japanischen Kleider und Hosen (wobei ich jetzt natürlich nur nach den Handarbeitsbüchern und dem einen oder anderen Modefoto urteilen kann), ein bißchen oversized und generell alles so angelegt, daß es unter- und übereinander paßt. Die Schnittmuster, die ich mir in den letzten zwei Jahren gekauft habe, hatte ich schon entsprechend ausgesucht.

Ich glaub, ich geh dann mal nähen. Oder doch erst stricken?

Statistisch gesehen … 2025

Statistisch gesehen … 2025

Eine kurze Übersicht über 2025 … was war los, was habe ich geschafft, was kam zu kurz?

Bücher

Dieses Jahr habe ich tatsächlich bessere Notizen gemacht. Dafür habe ich weniger gelesen – nur 72 Bücher. Immerhin nähern sich die Zahlen für eBooks, Print und Audio gut aneinander an. Es wären wohl noch vier bis fünf Bücher mehr gewesen, aber ich habe mir angewöhnt, Bücher, die mich nicht fesseln oder die ich downright dämlich finde, direkt abzubrechen, denn wozu gute Lesezeit vergeuden? Aufgefallen ist mir, daß ich auch dieses Jahr Lieblingsbücher wiedergelesen habe. Einige, wie z. B. die Krimis von Charlotte MacLeod und Elizabeth Peters, werden ja aktuell als eBooks neu aufgelegt.

2026 möchte ich verstärkt meine eigenen Bücher durchlesen. Ich habe sicher so um die 100 eBooks, die ich noch nicht gelesen habe (BookBub, ihr Lieben! Wer’s kennt, versteht, wer’s nicht kennt … fragt nicht!), dazu kommen die Schätze aus Bücherhäuschen, die geschenkten Ausgaben von Reader’s Digest, und meine eigenen über die Jahre gesammelten Schätze, die ich gerne mal wieder lesen möchte. Endziel ist natürlich auch, ein bißchen auszudünnen.

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Genähtes

Au weia … das waren genau zwei Sachen: die Hose „Frau Miko“ und das Traveler’s Notebook. Ist ja gut, ich geh ja schon in die Ecke schämen … Nähen kam tatsächlich viel zu kurz dieses Jahr, und die beiden Stücke, die letztlich fertig wurden, haben sich langfristig nicht bewährt. Das Traveler’s Notebook erwies sich als zu flabberig und unhandlich für den täglichen Gebrauch, und die Hose hatte ich genau viermal an, bevor sie ausleierte und zu rutschen begann – und mit rutschen meine ich „Handy in die Hosentasche gesteckt und plötzlich im Freien gestanden“. Immerhin war ich an dem Tag unnachahmlich cool, wie ich dastand mit einer Hand lässig in der Hosentasche, und keiner hat gemerkt, daß ich mit der Hand die Hose oben hielt.

2026 wird aber wirklich genäht! Ich habe meine diversen Schnittmuster sortiert, die meisten bereits ausgedruckt, und passende Stoffe gesammelt. Jetzt muß ich nur noch ran an die Maschine.

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Gestricktes

Hach ja, 2025 war eindeutig ein Strickjahr. Ich habe zwar fast nichts fertig bekommen, aber ich hab so viel gestrickt und ausprobiert, das war einfach toll. ♥ Fertig geworden sind drei Paar Socken (plain vanilla, aber immerhin), zwei Paar japanische Handschuhe, der rote Baumwollpulli braucht nur noch 1.5 Ärmel, ich habe einen weiteren Pulli angefangen und noch einen geplant – also WIP kann ich. Außerdem habe ich in meinen Strickbüchern geblättert und alte Lieben wiederentdeckt, insbesondere das „Schulzen“ (also modulares Stricken nach dem Buch von Horst Schulz), Twigg Stitch und Double Knitting. Letzteres führte zum tollsten Strickstück, das ich je gestrickt habe: der Zugluft-Schal für meinen Schatz. Das ist tatsächlich ein Projekt, auf das ich stolz bin, und die Freude, die mein Modellbahner daran hatte und hat, ist die größte Belohnung. Für mich habe ich auch einen Doubleface-Schal angefangen, mit etwas weniger aufwändigem Muster, aber er wächst doch deutlich langsamer.

2026 werde ich stricken. Was? Keine Ahnung. Vielleicht endlich mal die UFOs fertig, vielleicht fange ich noch was Neues an, vielleicht probiere ich was aus, vielleicht verarbeite ich meine diversen Vorräte, vielleicht kaufe ich tolle Wolle dazu … ich lasse das mal offen. Wenn ich an den kommenden Projekten so viel Spaß habe wie an denen in 2025, paßt die Bilanz.

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Gehäkeltes

Nöö. Nix. Sorry. Okay, zwei Squares an der Decke aus den Sockenwolleresten, und ein paar vernähte Fäden an der 30Blanket. Nicht wirklich was zum Angeben. Mich hat es nicht wirklich an die Häkelnadel gezogen dieses Jahr. Vielleicht wird das 2026 besser.

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Fotografie
Statistisch gesehen … 2025

Fototagebuch hat nicht geklappt, nach zwei Wochen war die Luft raus, und ich habe wieder einmal gemerkt, ich mag es nicht, wenn ich das Gefühl habe, ich „muß“. Ich möchte machen, weil ich mag, nicht weil ich eine Pflicht zu erfühllen habe. Fotografiert habe ich trotzdem eine Menge, vor allem im Urlaub. All die schönen alten Fachwerkhäuschen, die meisten davon so liebenswert schief … ♥ Im Alltag fotografiere ich aber eigentlich viel zu wenig. Und mit dem Projekte fotografieren hapert es immer noch.

Für 2026 habe ich mir gleich zweierlei vorgenommen: meine Kamera wieder öfter dabei haben, und unbedingt dazulernen, und zwar sowohl was meine DSLR als auch mein Handy angeht. Gerade für schnelle Projektfotos ist das Handy nicht mal schlecht und deutlich schneller zur Hand als meine große, klobige DSLR. Fotoausflüge mit der „Großen“ möchte ich natürlich auch machen, und auch da noch einiges dazulernen.

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Und sonst so …

Wir hatten einen schönen Urlaub in meiner alten Heimat, in einem wirklich süßen kleinen Ferienhaus. Es war interessant zu sehen, wie die Stadt sich verändert hat, aber ganz ehrlich, leben würde ich dort nicht mehr wollen. Der nächste Urlaub wird uns dann wohl doch eher wieder an eine Küste führen.

Eine sehr gute Entscheidung war der Umbau der Heizung, von einem Holz-Kohle-Ofen auf einen Pellet-Ofen. Das gute Stück hält unser Haus deutlich besser und gleichmäßiger warm, produziert weniger Asche und ist nebenbei auch noch schicker anzuschauen, was zwar nicht der ausschlaggebende Punkt war, aber da baulich bedingt der Ofen bei uns nur in der Wohnküche Platz findet, schadet es auch nix.

2025 habe ich es erstmals durchgehend geschafft, projektbezogen einzukaufen, sowohl Wolle als auch Stoff. Das möchte ich 2026 beibehalten. Schön wäre natürlich, wenn ich meine Beute dann auch zeitnah verarbeite.

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The best laid plans …

… sind dieses Jahr eher wenige. Mit Vorsätzen habe ich es eh nicht so, und alles, was ich hier in diesem Jahresrückblick als „für 2026 vorgenommen“ aufzähle, sind Prozesse und Projekte, die schon längst in Gang gekommen sind und die ich einfach weiterführe. Natürlich nehme ich mir (wie eigentlich jeden Tag) vor, endlich mal die diversen WIPs fertigzustellen, endlich mal meine Bücher zu sortieren, endlich mal den Kleiderschrank auszumisten, endlich mal dies und endlich mal das und endlich mal jenes zu erledigen. Und wie immer wird auch in 2026 das eine gut und das andere überhaupt nicht funktionieren und jenes komplett auf der Strecke bleiben und dies was werden und das mir nicht gefallen … Eine Idee, mit der ich spiele, ist, mir eine Capsule Wardrobe zu nähen. Bisher bin ich davor immer zurückgeschreckt, weil die Beispiele so langweilig waren (neutrales Dunkelblau mit weißen Shirts dazu und vielleicht, VIELLEICHT mal einem puderrosa Schal). Aber man kann sowas ja auch bunt machen, oder zumindest weniger langweilig. Mal schauen, wie weit ich damit komme.

Mein Blog werde ich auf jeden Fall nach und nach einmal auf links und wieder zurück krempeln. Im Backend von WordPress gibt es immer mal wieder die eine oder andere Herausforderung, mit der ich erstmal umzugehen lernen muß. Für die meisten Sachen finde ich ein Workaround, aber gelegentlich habe ich auch mal so dumme Momente. Alles zusammen sorgt dann für „ach Mist!“. Wenn ihr also hier blättert und Fotos nicht angezeigt werden: ja, genau. Mist. Kurzfristig hatte ich tatsächlich überlegt, einfach mal alles stillzulegen, aber stattdessen werde ich nach und nach die verkniesknaddelten Links und die vertüddelten Fotos wieder enttüddeln. Bei der Gelegenheit will ich dann gleich mal alles etwas durchschütteln. Alles getreu dem neuen Titel: „ich mach das dann mal“.

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Zu guter Letzt …

… noch mein Lieblingsspruch nicht nur dieses Jahres:

„The business of life is the acquisition of memories.“

– Mr. Carson, Downton Abbey

verlinkt zu Augensterns Welt

Zug-Luft

Zug-Luft

Für den Herrn, der alles hat inklusive Schnupfen:

der Zug-Luft-Schal

Infobox

Anleitung:Chugga Chugga“ von Laura Chamberlain (Achtung: das sind nur die Vorlagen für die einzelnen Motive!)

Technik: Doubleface – gestrickt

Größe: ca 20 x 160 cm

Wolle: Drops Flora Fb 06 schwarz und 33 rot

Nadeln: 2.5 mm

Schatz hat etwas Zug-Luft abbekommen, was sich daran zeigt, daß er eine neue Modelleisenbahn in Spur H0 aufbaut. Was für mich nun überaus praktisch war, denn ich wollte ihn so gerne mit einem besonderen Geschenk überraschen, aber das ist gar nicht so leicht, wenn man neben Tisch, Bett und Leben auch Auto und Konto teilt und jeder immer weiß, was der andere grad gekauft oder bestellt hat. Als ich die Werbung für den Drops-Sale zur Alpaka-Party sah, dachte ich „HA!!“ und bestellte Flora in seinen Lieblingsfarben. Und dann hab ich heimlich gestrickt, immer, wenn er auf der Arbeit war.

einerseits
andererseits
er wächst
Zug an Zug
sie fahren rundum

Motive: Die Vorlagen sind gut ausgearbeitet und einfach nachzuarbeiten. Ich habe von der Spitze der Lok aus gearbeitet, weil ich mir unsicher war, wie lang der Schal werden soll. Da die Vorlagen nur 22 Maschen breit sind, habe ich an den Seiten noch Maschen und einen Rand hinzugefügt, so kam ich auf insgesamt 48 Maschen und etwa 20 cm Breite.

Wolle: Drops Flora war genau die richtige Wahl für dieses Projekt. Sie ist kuschelig, ohne kratzig zu sein, und hat durch den Alpakaanteil einen leichten Halo, läßt sich aber trotzdem problemlos zurückstricken, wenn es denn mal sein muß. Ich glaube, das wird meine Go-To-Wolle für Doubleface, weil sie auch noch leicht und dünn ist (210 m LL auf 50 g, also etwa Sockenwollestärke) und sehr ergiebig. Ich habe nicht gewogen, aber ich denke, ich habe so etwa 80 g pro Farbe verbraucht.

Das war definitiv mein bisher wildestes Projekt! Angefangen habe ich am 31. Oktober, das war ein Freitag, und beendet am 14. November, ebenfalls ein Freitag. Stricken konnte ich nur tagsüber, während Schatz in der Arbeit war, also an insgesamt 11 Tagen. Insgesamt stecken 61.344 Maschen in diesem Schal, ich habe also durchschnittlich etwas über 5.500 Maschen pro Tag gestrickt. Liebe Kinder, macht das bitte nicht nach, es ist tierisch anstrengend! Aber Schatz freut sich super über seinen Zug-Luft-Schal, und das ist die Hauptsache.

Und vielen Dank an meine Stricknadelgirls für’s Anfeuern ♥